BLENDED BREW - Roll The Dice
VÖ: 28.03.2025
(Mighty Music)
Style: Hard Rock
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BLENDED BREW
Laut Info spielen BLENDE BREW eine Mischung aus AC/DC, DEEP PURPLE, RIVAL SONS kann man fast stehen lassen, ok, der AC/DC-Vergleich hinkt doch extrem. Lässt der Albumtiteltrack „Roll The Dice“ mit ausdrucksstarkem Gesang von Vocalist/ Gitarrist Jimmy Mansson kräftig aufhorchen, kommt der „Traveling Song“ für Reisende als klassische Bluesnummer mit rebellischer Attitüde rüber, die zum Ende noch etwas verstärkt in beschwingten Rockvibe übergeht, da kommt der Bluesharp-Einsatz richtig effektiv zum Tragen. Interessanterweise kommt die Band aus Dänemark obgleich sie keinen Deut weniger nach good old England klingt als Beispielsweise DEEP PURPLE oder URIAH HEEP. Einige mehr in Richtung CHIGAGO/BOSTON/SURVIVOR gehende US-AOR-Komponente schleicht sich des Öfteren mal hier und da mit ein, was der gesunden Mischung nicht schadet.
Schön, dass es noch Hard Rockbands gibt, die im traditionellen Singer-Songwriter- Modus komponieren. Zugegebenermaßen kenne ich das Vorgängeralbum mit dem über 2 Millionenmal via Spotify abgerufenen Song „Electrified Loser“ nicht. Der angestammten Mischung aus Rock/Hard Rock und Blues nimmt es kein Gramm an Faszination. „Burning Soul“ dümpelt trotz warmer Produktion zeitweise belanglos vor hin, der Song zündet ausnahmsweise nicht, dafür groovt „Corner Of Trust“ sich entspannt in Mark und Gebein; - jene Art easy listening Rock für anvisiertes Radio-Airplay, wofür sich diese phantastisch zum Rocken geeignete Songperle worin sich Gitarre und Piano zeitweise duellieren, regelrecht empfiehlt. So gediegen das Stück beginnt, so herrlich rockt und groovt es dann bis zum Schluß. „Grateful Moment“ ist so ein Song, da muss ich unmittelbar an JOHN PARR – ja richtig, der mit St. Elmo's Fire' 1985 seinen Top-Charthit hatte, oder härtere SURVIVOR denken.
Kein Song ist mit unnötigen Überlängen gestreckt, dafür gibt’s lässige Grooves, catchy Refrains und elegante Melodieführung en Masse – genau das ist, was den Inhalt dieser Scheibe über weite Strecken bestimmt. „Weirdo“ zeigt sich von kantig harter Seite, rockt dennoch eingängig mit kraftvoll viel Power drauflos, bis ein Melancholischer Brückenpart das Tempo runterfährt, aber den geschmeidigen Touch beibehält um weiterhin hart rockend melodisch zu bleiben. „Crossing Craziness“ stampft den Gedanke der Freiheit in sich tragend fett aus den Boxen röhrend seinen Weg frei, bis „Intervene“ im geschmeidigen zugleich druckvoll fließenden Rockbeat reichlich Lust verteilt, das Tanzbein zu schwingen, für interessante Farbtupfer sorgt das Piano. „King Confidence“ sorgt zum Schluß für spannenden zwischen Gediegen und Theatralisch balancierenden Ausklang.
Fazit: Großartiges Rock/Melodic Hard Rock/Blues-Elixier mit gesundem Rock n' Roll-Vibe dessen Inhalt seine Fans abermals nicht enttäuschen wird. - Fett! 8,5/10