W.E.T. - Apex

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VÖ: 28.03.2025
(Frontiers Music)

Genre: Melodic Rock

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W.E.T.

Bei allen Akteuren scheinen derzeit die Maschinen heiß zu laufen, Jeff Scott Soto hat überall seine Hände im Spiel und ECLIPSE hauen derzeit eine Scheibe nach der nächsten heraus. Dennoch finden die Herren Zeit, um vier Jahre nach „Retransmission“ erneut das Studio zu entern. Mittlerweile sind ja von den drei Stammformationen, für deren Anfangsbuchstabe der Bandname steht, nicht nur die Sänger involviert, seit Jamie Borger die Kessel rührt sind es von jeder gleich zwei Musiker. Umso besser können sich W.E.T. einspielen, um nun mit „Apex“ ihr fünften Langeisen in die Läden zu hieven.

Gleich zu Beginn holen sie den Hard Rockhammer raus, bei welchem der neue Mann sich richtig austoben kann. Natürlich dürfen bei „Believer“ die Harmonien der drei Klassesänger nicht fehlen, wenn der Refrain auch nicht ganz mit dem Drive mithalten kann. Dafür haben die ebenfalls in Triostärke antretenden Gitarristen ein paar feine Soli auf der Pfanne.
„This House Is On Fire“ bringt dann die knalligen Arrangements an den Start, welche die Vokalbeiträge so richtig akzentuieren. Eingeleitet von Leadfills mit eher zurückhaltender Instrumentierung in der Strophe explodiert der Refrain wie einst bei Klassikern wie „Learn To Live Again“. So schmissig kommt sonst nur noch „Breaking Up“, welches mit einem groovigen Grundriff überrascht.
Noch tiefer im Classic Rock wandelt „Pay Dirt“, dass ein gewisses Sumpf-Feeling mit reinbringt. Eine willkommene Abwechslung zwischen ein wenig zu viel schablonenhaften Melodic Rock. Hier macht sich auch die produktionstechnische Handschrift von Erik Mårtensson bemerkbar, der das ganze mehr gen ECLIPSE bürstet als bisher, dabei fühlt sich der Genrekenner gerade von ihm übersättigt.

Zum Glück können auch die anderen Akzente setzen, so dass W.E.T. innerhalb ihrer nicht weit gesteckten Koordinaten ein paar interessante Ufer ansegeln können. „Where Are The Heroes Now“ sticht mit Schwere und Atmosphäre heraus, dazu einem schön epischen Chorus. In der Disziplin ist „Pleasure & Pain“, eine der beiden Balladen, der wahre Meister, nach emotionalen Tönen öffnen sich unendliche Weiten. Und am Ende bringt „Day By Day“ ein paar symphonische Tupfer auf das Tableau. In der Form ist es auf jeden Fall mal wieder Zeit für Livegigs, sofern es die Zeitpläne der Protagonisten zulassen.

7,5 / 10