INVERTIGO - InMotion


VÖ: 02.11.19
(Progressive Promotion Records)

Genre:
Prog Rock

Homepage:
INVERTIGO

Über sieben Jahre haben uns INVERTIGO auf ihr neues Album „InMotion“ warten lassen aber die sich stellende Frage, ob sich das Warten gelohnt hat, möchte ich erst am Ende beantworten.

Eröffnet wird das neue Werk vom siebenminütigen „Interrompu“, einer rockigen Nummer, die gleich klar macht, dass man es hier nicht mit einem Prog-Album im klassischen Sinn zu tun hat. Nur ein Song kommt auf 10 Minuten und die Instrumentierung aus Gitarre, Bass und Orgel erinnert auch eher an die großen Rock-Bands der 70er.
Das wird vor allem bei der härtesten Nummer „Wasting Time“ sehr deutlich. Das Grundgerüst wurde dabei noch vom alten Gitarristen JACQUES MOCH geschrieben, während Neu-Gitarrist KOLJA MALETZKI zusammen mit seinen Bandkollegen die Nummer vollendete.

Ebenso hörenswert ist das zweiteilige „Life“, hier wird das Piano-Konzert in a-Moll von Edvard Grieg zitiert, in dem es laut Keyboarder MICHAEL KUCHENBECKER ein Motiv gibt, dass der Strophenmelodie des Songs ähnelt.

Den aktuellsten Bezug zum gesellschaftspolitischen Geschehen hat sicher „Severn Speaking“. Hier wird dem Hörer vor Augen und Ohren geführt, dass bereits 1992 die damals 12-jährige Severn Suzuki auf dem KLIMAGIPFEL in Rio von den Mächtigen der Welt ein Umdenken erforderte. Leider war die mediale Aufmerksamkeit damals nicht so groß und so bleibt immerhin zu hoffen, dass die heutige FFF-Bewegung doch noch dafür sorgt, dass Severns Forderungen umgesetzt werden.

Zurück zur Frage, ob sich das Warten gelohnt hat. Auf jeden Fall haben sich INVERTIGO im Vergleich zum Vorgänger gesteigert und so ist „InMotion“ ein Prog Album geworden, das mir persönlich gut gefällt, da auf allzu ausufernde Instrumentalfrickeleien verzichtet wird und der Song immer im Mittelpunkt steht.

8/10

 

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