PERTNESS - Metamorphosis


VÖ: 07.12.2018
(Pure Steel Records)

Style: Melodic Power Metal

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PERTNESS

Sechs jahre haben PERTNESS für ihre Metamorphose gebraucht. Eine Wandlung, die den Schweizern gut bekommen ist. Feine Melodien die sich mit kompakter Härte paaren, standen schon seit ihrem 2007er Debüt „Seven Times Eternity“ im Vordergrund. So auch diesmal, wie bereits der Titeltrack „Metamorphosis“ klar signalisiert, in welche Richtung der Inhalt auf dem Silberling tendiert. Ihr hohes Geschwindigkeitslevel haben die Schweizer Melodic Power Metaller inklusive sägender Riffs beibehalten. Härtere Bandagen in Form von heftiger Speed/Thrash-Tempoforcierung werden bei Kompositionen wie „I'm a Slave“ oder „Face to Face with Hell“ oder dem abenteuerliche Spannung erzeugenden Melo-Power-Speedgeschoss „Flying To The Sun“ angezogen. „Weaves of Pain“ galoppiert hymnenhaft heroisch nach RUNNING WILD-Art, während „There's a Storm In My Mind“ einen dicken Teppich emotional behafteter Dschungeklromantik webt. Früher oft vorhandener Folkanteil wurde auf minimal geringfügige Maße reduziert (bei „Left Behind“ scheinen sie phasenweise bei gedämpfteren vom Keyboard verstärkt umrahmten Songpassagen ausnahmsweise mehr als gediegen durch), vereinzelt blitzen im Hintergrund gedämpfte Tastenklänge auf. So manche Melodiestruktur schlägt zeitgemäß auf modern getrimmte Töne an, doch alles in allem klingt das Album ganz nach PERTNESS - vor allem sehr kompakt. Shouter Tom Schluchter röhrt gewohnt kraftvoll bissig.

Soweit die Vorzüge, leichte Nachteile gibt es auch als da wären der extrem gekünstelt wirkende - im völligen Widerspruch zum handwerklichen Können von Schlagzeuger Tobi Hari stehende Drumsound – ultimatives 'No Go'! Da ist es durchaus vorteilhaft, wenn die Spielzeit in ziemlich überschaubar verkürztem Rahmen von rund 38 Minuten liegt, womit die Mischung stimmt. Moderne Zutaten kreuzen sich mit alter Tradition. Heraus gekommen ist unterm Strich ein wuchtig produziertes Album, das Eingängigkeit mit Abwechslungsreichtum verbindet. Ebenso ist ein ständig wechselndes Härtelevel vorhanden. Leichter Abzug muss für die teilweise gleichförmigen Melodiestrukturen in Kauf genommen werden. Von diesen Kleinigkeiten abgesehen, gibt es bis auf Weiteres nichts an 'Metamorphosis' herum zu mäkeln.

Ergo: Die Verwandlung ist den Schweizern PERTNESS zwar nicht ganz vollständig, doch immerhin über weite Strecken prima gelungen. 8/10

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