GOROD - Æthra

11 gorod

VÖ: bereits erschienen
(Overpowered Records)

Style: Technical / Prog Death Metal

Homepage:
GOROD

Dies ist schon das sechste Album der französischen Frickel Deather, die wie alle französischen Bands so ans Werk gehen, dass man sich teils doch sehr daran gewöhnen muss. So ist der Opener „Wolfsmond“ so vertrackt, dass man oftmals das Stück hören muss, um alles vernehmen zu können. An manchen Stellen könnte man meinen, dass die Mucke so modern ist, dass auch Core Elemente mit eingeflochten sind. Auch bei „Bekhten's Curse“ ist das ganze so verfrickelt, dass man schon ganz nah am Prog Death ist und leider kommt bis hierher ein kleines Problem bei mir auf. Die Musik ist sehr interessant, jedoch sind die Franzosen in Sachen Tempo etwas zu eintönig, die ersten beiden Songs halten sich strikt ans Mid Tempo, was sich aber beim folgenden Song ändern soll. Das Titelstück nämlich ist sehr Prog lastig und mit ruhigen Klängen durchzogen, aber der heftige Knüppel Ausbruch ist ein Brett, das muss man klar anerkennen. Auch in „The Sentry“ lassen GOROD weichere Klänge mit aufkommen und wenn sie wieder die Flitzefinger kreisen lassen, kommt ein Hauch Voivod bei mir in den Sinn. „Hina“ prügelt anfangs recht heftig drauf los, hat einen gewissen geradlinigen Charakter und auch leicht thrashige Einschübe sind hier heraus zu hören. Bei „And the Moon Turned Black“ sind es vor allem die Gitarren, die das Feuer lodern lassen, so geil sind Riffing und Soli, mal deftig, mal melodisch und gegen Ende des Tracks rumort es mitunter schnell und geradlinig. Das technische Highlight der Scheibe ist für mich „Chandra and the Maiden“, da frickeln GOROD ist saustarker Manier, jedoch gefältt mir die eingeflochtene, brutale Raserei noch einen Deut besser. Erst ist „Goddess of Dirt“ schnell und mit Breaks durchzogen, dies macht dann aber dem reinen Tech / Prog Death Platz, so dass man hier auch eine Menge entdecken kann und bei „Inexorable“ kann man attestieren, dass es zwar auch an einigen Stellen recht verspielt ist, aber die Aggression und Power mehr in den Vordergrund rückt. Am Ende kommt noch ein Hammer namens „A Light Unseen“, hier prügeln GOROD wie die Verrückten, bauen aber auch massig Atmosphäre mit ein und bieten zudem technisch brillanten Death Metal.
Alles in allem ist das eine CD, die lange im Schacht rotieren wird, damit man alle technischen Finessen erkennt und auch die heftige Wucht hat viel für sich, so dass ich den Franzosen 8 von 10 Punkten gebe.

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