STRIKER - Play To Win


VÖ: 26.10.2018
(Record Breaking Records)

Style: Heavy Metal

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STRIKER

Deutete bereits der 2017er-Albumrelease „Stand in the Fire“ an, welche Richtung der kanadische Heavy Metalfünfer STRIKER einschlagen würde, setzen sie diesen Weg auf dem aktuell sechsten Studioalbum 'Play To Win' konsequent fort. Mit dem heftigen Speedgeschoss „heart of Lies“ als Einstieg lassen STRIKER es gleich mal oberamtlich krachen. Bei hochmelodisch heavy rockendem Kraftfutter vom Typ „The Front“ und „Summoner“ zeigen die Kanadier gehörig Klasse; „Head First“ outet sich als knackig rifflastiger Hardrock mit knallendem Drumming, irrwitzigen Leadsoli inklusive catchy Refrains umrahmt von fetten Backgroundvocals im klassischen 80er-Stilmuster. „On The Run“drückt ausgestattet mit schweren Grundriffs zugleich catchy ins Ohr. 'Play To Win' enthält ausnahmslos Headbanging bzw. mitsingkompatibles Songmaterial für die Anhängerschaft von klassischem Hairspray-Hardrock/Heavy Metal.

In der Scheibe steckt genauso viel geballt kompakte Dynamik verbunden mit hochkarätig kredenztem Melodiegehalt drin, wie bei ähnlich rasant forsch vielleicht einen Ticken schneller zur Sache gehenden Kapellen des Melodic-Sektors beispielsweise die Sci-Fi-Metaller STEELWING und SCREAMER, deren 2017er-Studiowerk 'Hell Machine' vor großartigen Melodien strotzt. Zugegebenermaßen zeigen STRIKER mit Ausnahme des Speedgeschosses „Heart of Lies“ dem Powermetal die kalte Schulter, um sich mehr am traditionellen Heavy Metal sowie Stadion-Hardrock zu orientieren, was für die Vielseitigkeit der Band spricht, die gar nicht erst den Fehler begehen will, sich mit jedem Album selbst zu wiederholen.

Wenn jemand meint, STRIKER würden 'zahnlos' agieren, hat derjenige weder die Entwicklung der Band noch dieses Album als mustergültiges Stück Kanada-Stahl verstanden. Obgleich nebenbei so manch poppiger Beat (siehe „Standing Alone“, wo STRIKER wesentlich 'softer' als gewohnt zu Werke gehen) einfliesst, gibt es keinen Grund zur Sorge weil die überwiegende Mehrheit aller Stücke immer noch den für STRIKER erforderlichen Härtegrand-Standard erfüllt. „Heavy Is The Heart“ rockt als catchy ins Gehör eindringender Hymnenohrwurm inklusive gediegenerer Momente nach bewährtem Stadionrockschema. Den Abschluß bildet der deutlich aus dem Rahmen fallende A.O.R.-Schmuser „Hands of Time“, was bei STRIKER-Fans erster Stunde nicht auf Gegenliebe stoßen wird. Trotz kuriosen Abgangs haben STRIKER erneut vieles richtig gemacht.

Fazit: 'Play To Win' wird seinem Titel gerecht. STRIKER haben ihren Stil konsequent beibehalten und weiterentwickelt sprich ausgebaut. - Fett! 8/10

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