EMERALD - Voice For The Silent


VÖ: Bereits erschienen
(Metal on Metal Records)

Style: Hard Rock/Heavy Metal

Homepage:
EMERALD

Die niederländische Heavy Metal-Szene förderte in den goldenen 80ern zahlreiche Juwelen zu Tage, eines (in der Zeitspanne von 1979 – 1984 unter dem Namen WARRIOR aktiv), benannte sich ab 1985 in EMERALD um. 1988 stellten EMERALD ihre Aktivät ein. Im Jahr 2002 erfolgte schließlich die Wiedervereinigung der Band. Geschlagene 32 Jahre liegen zwischen dem 'Down Town'-Debüt und dessen Nachfolger 'Voice For The Silent'. Trotz solch immens zeitlicher Riesenlücke wirkt der im November 2017 veröffentlichte Silberling wie ein „vergessenes“ lange unangetastet gebliebenes zeitloses 80er-Jahre Kron-Juwel. 'Voice For The Silent' outet sich als randvoll gefüllte Schatztruhe für überzeugte Genre-Puristen.

Griffige Melodien, knackige Groovedynamik, feine Melodien, fesselnde Leadgitarrenharmonien verbunden mit entsprechender Attitüde sind im Übermaß vorhanden. Bert Kivits' auf Charismatik ausgelegter heute klarer als früher gefärbter Hochton-Gesang komplettiert den überzeugenden Gesamteindruck eines vielseitigen Silberlings auf 70er/80er Jahre-Fundament, der alles vereint, was echten Hard n' Heavy Rock direkt von der Basis auszeichnet. Wurzeln von Mega-Acts wie SCORPIONS, JUDAS PRIEST, SAXON, UFO, WHITESNAKE, THIN LIZZY, MOTÖRHEAD usw. blitzen immer mal erkennbar auf. Aller Einflussvielfalt in Ehren gesellt sich eine unabhängige Individual-Stilnote hinzu, die für gesunden Wiedererkennungswert sorgt.

Kommt der Einleitungstrack „Mechanical Wars“ ohne viel Aufhebens gleich mal amtlich flott zur Sache, bringt der satte Groover „Behind My Wall“ gezeichnet durch sein massiv keiner geringeren Institution als den 'Metal Gods' JUDAS PRIEST huldigendes Riff selbst Mauern zum Bröckeln. Das umfangreiche Einfluss-Spektrum der holländischen EMERALD zeigt sich erst recht bei effektiv Gänsepelle erzeugendem überraschend von Geigenklängen begleitetem Balladenstoff wie „Train of Unbelief“ sowie dem episch startenden sich zum beißenden Riffmonster steigernden „Rhymes of Robin Hood“. Wem „Sword Brothers“ gewidmet ist, wird bereits nach den ersten Gitarrenakkorden und Schlagzeugtakten deutlich, - MANOWAR zu ihren Frühzeiten (!) obgleich bis auf Kivit's das Original (wenn auch weit entfernt) streifenden Eingangsschrei hauptsächlich textliche Parallelen zu den einstigen 'Kings of Metal' gegeben sind. Deshalb ist es gerade dem entgegen gesetzt zu MANOWAR-Goldkehlchen Eric Adams um ein vielfaches mehr im Hochtonfrequenzbereich liegenden Sänger zu verdanken, dass der Verdacht eines MANOWAR-Plagiats gar nicht erst aufkommt. Der schnelle Headbanger „Defeated by Guilt“ verteilt literweise erfrischenden HEAVY LOAD-Touch, dessen unwiderstehliche Essenz sich mit obigen Einflüssen gekreuzt zu einer griffigen Melange verbindet. 49 Minuten kraftstrotzender Headbangerstoff, wie man ihn als Fan der Materie schlicht und einfach mag.

Fazit: Hymnenhaftes Hardrock & Heavy Metal-Elixier auf herrlich sauhohem Level, dass seinen Vorbildern würdevoll gerecht wird. - Beeindruckend! 8,8/10




 

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