RAVENSIRE - The Cycle Never Ends

02 ravensire

VÖ: 12.02.2016
(Cruz Del Sur Music)

Style: Epic Metal

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RAVENSIRE

Konsequent ihrer Linie folgen die seit 2011 bestehenden Epic-Metaller RAVENSIRE, wobei sich überwiegend Stein und Bein auf die 80er-Jahre schwörende Hörerschaft angesprochen fühlen sollte. OMEN/JAG PANZER treffen munter auf alte MANOWAR, verknüpft mit MANILLA ROAD/ BROCAS HELM. Brecher wie „Cromlech Revelations“, „Crossheaven“ und „Solitary Vagrant“ bestechen durch heroisches Flair, packende Rhythmus- und Tempowechsel gepaart mit hart groovenden, kräftig zum Headbangen auffordernden Riffs, vielseitiger Leadgitarrenarbeit und punktgenauem Schlagzeugspiel. „Procession of the Dead“ glänzt mittels verträumten Akustikpart, nahtlos in einen düsteren Sprechpart übergehend, ehe die Gitarren unwiderstehlich röhren und sägen. Ex-IRON SWORD-Bandmitglied Rick Thor, dessen rauer Gesang für das richtige Timbre aller Stücke sorgt, dürfte der treuen Epic Metal-Fangemeinde ohnehin längst kein Unbekannter sein. Musikalisch liegen RAVENSIRE auch gar nicht allzu weit von ihren Landsleuten IRON SWORD entfernt. Geschichtlich gibt es auf dem Zweitling der Portugiesen so einiges zu entdecken, wofür nicht nur das aus drei Teilen bestehende richtig schön spannend epische Schlußfinale bürgt, das zugleich den Höhepunkt darstellend zusätzlich etwas altertümliche Mystik eingehaucht bekommt. „Eternal Sun“ (White Pillars) Part I handelt von altertümlich beschrifteten Steinen, „Blood and Gold“ (White Pillars) Part II erzählt von den Kreuzzügen des norwegischen König Sigurd I. im 12. Jahrhundert, „Temple of The End of the World“ (White Pillars) Part III berichtet über im Zuge archäologischer Arbeiten entdeckter Altäre und Steine, die auf einen Tempel hinweisen, der Sonne, Mond und Meer geweiht war. 'The Cycle Goes on' entpuppt sich als True Metalfest für die nach solchem Futter lechzende Keep it True-Fangemeinde. Ausgereifte Kompositionen, denen es weder an passender Stelle durch Bombast inszenierten Epic-Spirit plus handwerklichem Können inklusive feinfühliger Melodieführung mangelt – weiterer Argumente bedarf es hier nicht, weshalb Stahl veredelte 8 von 10 Punkten wohl verdient sind. - Rostfreier True Metal für echte Maniacs!