ISVIND - Gud

VÖ: 26.06.2015
(Folter Records)
Style: Black Metal
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ISVIND
Das 2013'er Album „Daumyra“ der norwegischen Black Metaller war hart wie die Sau, da wird man sich hier an die Teils lieblichen und fast schon Pagan artige Humpa Passagen gewöhnen müssen, auch wenn in „Flommen“ der Black Metal weiterhin an erster Stelle, doch die Keys und der süßliche Frauengesang bringen da schon viel Auflockerung mit rein. „Ordet“ rast von Beginn an mit kurzen Breaks wie ein Berserker und vernichtet alles, was im Weg steht und auch „Himmelen“ hat das rasende eines Orkans und die Kälte des Nordens gepachtet, während „Dåren“ da schon wieder andere Töne anschlägt. Die Musik, abgesehen vom harschen Gesang, geht schon ein wenig in die Richtung Rotz Rock, dann kommen drückende Mid Tempo Parts mit Frauentönen aus dem Hintergrund, bevor das Black Metal Massaker weiter geht. Auch akustisch ist bei ISVIND was drin, so startet nämlich „Tronen“ und steigert sich über Up Tempo Parts zur rasanten Prügelei, während zwischendurch immer wieder ungewohnt weichere Töne zum Vorschein kommen. So sehr „Boken“ auch tackert, eine gewisse Atmosphäre ist in der heftigen Härte immer noch zu erkennen und ganz besonders gut geht mir „Giften“ rein, vor allem, wenn ISVIND überfallartig knüppeln wie die Wahnsinnigen. Auch in „Hyrden“ wird geballert und geprügelt, was das Equipment hergibt, doch es gesellen sich auch der ein oder andere asynchrone Part oder Riff mit ein, die an dieses Stück fesseln. Wenn dann auch noch die eisige Riffwand aufgebaut wird und das Glockenläuten ertönt, ist die düstere Atmosphäre perfekt erschaffen. Beim finalen „Spiret“ ist das Riffing aufgebaut wie teils bei Running Wild, dann sind hier erneut tief drückende Passagen an Bord, bevor das Tempo erhöt wird und wir natürlich nicht auf die Raserei verzichten müssen.
So gut wie dieses Album war schon lange keine Black Metal Scheibe mehr und da mach ich ISVIND ein Kompliment und zücke 9,1 von 10 Punkten.

