ALBATROSS - Fear From The Skies

05 albatross

VÖ: bereits erschienen
(Transcending Obscurity India)

Style: Power / Heavy Metal

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ALBATROSS

Dieses Album ist seiner musikalischen Ausrichtung trotzend kein Album für Otto-Normal-Metaller, dafür geht das dahinter stehende Ensemble sehr vielschichtig zu Werke. Drei Gitarren sorgen für den erforderlichen Spielraum der für komplex arrangiertes Material dieser Größenordnung nötig ist. Abwechslungsreiche Gesangsparts (Sprechgesang, Hoch, Tief, Mittel, bedrohlich, theatralisch, dramatisch) ziehen sich wie ein roter Faden durch den Inhalt auf „Fear from the Skies“. Zwei von melancholischer Schwermut geprägte Geschichten mystischen Inhalts bringen es auf insgesamt acht Songs, von denen jeder einzelne schon eine Geschichte für sich gesehen darstellt. Technisch über alle Maßen hochgradig abgedreht erzählt das indische Sextett ALBATROSS der Hörerschaft. Die düsteren Intros erinnern mich extrem an KING DIAMOND. Glocken, Unheil verkündender Sprechgesang, ausgefüllt von klassischen Heavy Metal Strukturen „The Raptorsville Fair“ klingt wie FOCUS trifft mystische ALAN PARSONS PROJECT plus leichtem Exotikflair, allein der inbrünstig seine düsteren Geschichten vortragende Clown lässt darauf schließen, ehe die ziemlich schräg in sich verschachtelte Progmetalwalze den Hörer gleich mal kräftig überrollt. Wie ungemein vielschichtig solcherart Geschichten gestrickt sein können, verdeutlicht das kraftvoll zwischen Prog,-, Power und knallhart direktem Thrash drückende „Jugglehead the Clown“, wobei sich das Dreifach-Axt-Geschwader nach allen Regeln der Kunst austobt. Bei „Children of the Cloud“ (dem Titeltrack von Story 1) geben sich EXODUS, TORANAGA und ICED EARTH gegenseitig den Schieber in die Hand. Story 2 „The Assassins Flight“ marschiert zunächst beim Einstieg „The Lair of Dr. Hex“ in schwerem Tempo inklusive richtig ergreifender Schwermutbrücke extrem heavy vorwärts, gerade bei diesem Stück verbinden sich ICED EARTH mit schwerfälligen SOLITUDE AETURNUS. Der schnelle Powergroover „A Tale of Two Tyrants“ balanciert irgendwo zwischen MERCYFUL FATE und US-Metal á lá ICED EARTH, VICIOUS RUMORS, ARMORED SAINT METAL CHURCH und WARLORD, während im langen theatralisch gestalteten Schlußepos „The Empire of Albatross“ das mit BLACK SABBATH-Instrumentalklängen endet, nocheinmal alle Facetten der zwei mitreißend abwechslungsreichen Düstergeschichten gebündelt werden. Trotz intensiv umwerfender Heavyness keine wirklich allzu leicht verdauliche, dafür umso hochkarätig anspruchsvollere Kost, haben die Inder damit ein komplexes Düsterepos erschaffen, das in kompakt arrangiertem Soundgewand unter Garantie seine Hörerschaft finden wird. Beeindruckend! 8,4/10

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