ASHTAR - Ilmasaari

VÖ: 08.06.2015
(Czar Of Crickets Productions)
Style: Doom / Black Metal
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ASTHAR
ASHTAR sind ein seit 2012 aktives Duo aus der Schweiz dessen gerade frisch veröffentlichtes Debüt innerhalb der nächsten Tage veröffentlicht wird. „Ilmasaari“ lautet der Titel einer ziemlich schwerblütig von der norwegischen Schwarzheimersektion stark beeinflußte geheimnisvoll mythologisch nordische Finsterheimeratmosphärenteppiche mit schleppendem Doomanteil verbindenden Reise. Tiefe Melancholiebögen, treffen in Bitterniss menschlicher Abgründe hinein gehauchte Schönheit. Schaueratmosphäre zum Gruseln paart sich mit archaischen Doomriffs kraftvollem Drumming, filigran in die Länge sich ziehender Leadsoli ergießen sich majestätisch zu ästhetischen Raumklangteppichen. Düsterheimervolk unterschiedlichster Coleuer darf sich von diesem Sechstracker angesprochen fühlen. Marko Lehtinen und Witch N harmonieren gesanglich als Team. Witch N setzt ihr drohend gefärbtes im Blackmetal beheimatetes Hexenorgan geschickt als beschwörerische Botschaften verbreitendes Instrument ein. Im schleppenden Zwölfminüter Celestial wähnt sich das Bewusstsein des Hörers in einer Symbiose zwischen 3rd AND THE MORTAL und bedrückender TIAMAT-Momente wiederfindet, Stimmungsbilder eines tiefgrau gefärbten Himmels und Blutroten Sonnenuntergang erscheinen vor dem geistigen Auge. „Moons“ besitzt schon fast das beklemmende Atmosphärenlevel früher SAMAEL. Ilmasaari ist kein Album, das man sich direkt nach dem Aufstehen zum Frühstück oder bei Bilderbuchblauem Himmel mit strahlendem Sonnenschein reinzieht, - Draußen muss es dunkel sein. „These Nights Will Shine On“ und „Collide“ von Geigen eingeläutet melancholisch leicht ins Depressive schwenkend, zeigen die Blackmetallischen Wurzeln von ASHTAR. Soviel spürbarer Anteil schleppender BATHORY-Einflüsse sollte zumindest ein bestimmtes Anhängerklientel nicht kalt lassen.
Düsterdoomlunatics mit Hang für apokalyptische Klangmonolithen werden das Ding trotz phasenweise fettem Blackmetalanteil mögen. Ab und an könnte das Überraschungsmoment ruhig noch ein wenig vielfältiger sein, ansonsten gibt’s in Bezug auf Textliche Mischung und musikalischen Inhalt an Illmasaari nicht viel zu bekritteln, wenngleich dieser Start trotz
vielversprechender Ansätze künftig ausbaufähiger ist. Schon mal kein schlechter Anfang. 7,5/10

