MESSENGER - Captain's Loot

03 messenger

VÖ: 27.03.2015
(Massacre Records)

Style: Heavy / Power Metal

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MESSENGER

Neues gibt’s von den Saarländer Metalschmieden MESSENGER. Jetzt ist es vollendet, das vor geraumer Zeit während eines geführten Interviews schon angedeutete Coveralbum. Den Anfang machen zunächst drei aus eigener Feder entstandene Selbstkompositionen Das hymnenhaft epische acht Minuten-Bonbon „Sign of the Evil Master“ gehört zum besten, was die Süddeutschen je auf Band pressten, wobei die Backgroundchöre schon ziemlich an RUNNING WILD erinnern. „Tod dem DJ“ kennen MESSENGER-Fans als die Antiprotest-Hymne gegen Heavy Metal unwohl gesonnene DJ's als d i e MESSENGER-Hymne, sowohl in deutscher als auch in englischer Form („Kill the DJ“) immer als Live-Hammer geeignet.„Asylum X-T-C“ ist wie die zwei anderen recht eingängigen Selbstkompositionen ebenfalls mit griffigem Refrain, knackigem Riff, lässigen Schlagzeugbeats und passend hinzugehörigem Leadsolo ausgestattet. Frontmann Siggi, der mit einem für das Genre stilprägend klassischen Klargesangsorgan gesegnet ist, beherrscht seinen Hochtondrahtseilakt selbst in extremer Stimmlage ausnahmslos glänzend. Mit der getroffenen Auswahl ihrer Coversongs von RAINBOW („Kill the King“), RUNNING WILD „Port Royal“, ZED YAGO („Black Bone Song“), HELLOWEEN („Dr. Stein“) und DIO („Don't talk to Strangers“) haben die Musiker feinen Geschmack bewiesen. Veredelt durch Gastauftritte der früheren ZED YAGO-Sängerin Jutta Weinhold und Ex-RUNNING WILD (heute THE GATE)-Gitarrist Preacher rücken beide (treuen MESSENGER-Fans vom 2013er-Studiooutput Starwolf – The Messengers Part I geläufigen) sowohl der „Black Bone Song“ als auch „Port Royal“ fast authentisch nahe an ihr jeweiliges Original heran. Alle drei Selbstkompositionen ergänzen sich bezogen auf Tempo, Rhythmen, Taktfrequenz und Songstruktur perfekt mit dem Covermaterial. Die Wahl der Namens-Pseudonyme zeugt von einer gesunden Portion Humor der Süddeutschen. Musikalisch lassen MESSENGER nichts anbrennen. Allen (zahlreich Erinnerungen weckenden) Vorbildern wird mittels gelungen druckvoller Umsetzung in überzeugender Weise Tribut gezollt. Mission erfolgreich! Beim saftigen Kaufpreis, den einige Händler für die CD verlangen 14,99 – 16,99 Euronen (!) für lediglich 8 Tracks bei 42 Minuten effektiver Gesamtspielzeit klappt einem die Kinnlade nach unten. Nö, muss definitiv nicht sein! Wer knapp bei Kasse ist und sich selbst einen Gefallen tun will, zeigt solchen Abzockern ebenso dreist die kalte Schulter und straft derart frech überzogene Preispolitik mit Ignoranz. Was zählt, ist allein die Musik, nicht das Geschäft! Deshalb ergeht hierzu folgender Tipp: Angebote vergleichen und schauen, wo man das kleine Schatzkistlein zum akzeptablen Preis bekommt. Unabhängig davon: Musikalisch ist auf dem Captains Loot wirklich so gut wie alles im Lot, weshalb der Genusshappen bestehend aus drei bekannten Eigenkompositionen und fünf Coverstücken verdiente 8,5 von 10 Punkten wert ist!

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