CASKETS OPEN - To Serve The Collapse

02 casketsopen

VÖ: 13.02.2015
(Ranka Kustannus)

Style: Doom Metal

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CASKETS OPEN

CASKETS OPEN führen das Erbe von REVEREN D BIZARRE, LORD VICAR ohne sich frecherweise daran zu bedienen, weiter. To Serve the Collapse ist eine auf sechsundsechzig Minuten verteilte schwerblütig zähflüssige Lavaeruption die Einflüsse von BLACK SABBATH, TYPE O' NEGATIVE und CARNIVORE aufweist, wobei der heißere Gesang an passender Stelle so richtig schön wachrüttelt („Phantom Wood“). Daneben geht dieses Trio mit einem kräftigen Punkfaktor zu Werke, wovon u. a. „Subwoman“ und zeugen. Track drei „Humanist“ rast im D-Zug-Tempo mit satten Grooves und mächtig viel Punkschlagseite ins Gehör. Oft bestimmen dramatisch arrangierte sich kraftvoll aufgebauend sich zunächst in Langsamer Schrittgeschwindigkeit walzende Doomrhythmen das Geschehen, die anschließend in scharfkantig flotte Hardcore-Tempoattacken denen zentnerfett brutal roher, ins räudige gleitender Punkanstrich innewohnt, übergehen, wobei sich der wie ein Berserker auf Becken und Felle eindreschende Drummer Pyri Ojala, Bassist und Shouter Timo Ketola und Gitarrist Antti Ronkainen ruppig bis zum Anschlag ihre Instrumente bearbeitend frei nach Herzenslust austoben! Dazwischen schafft das Trio solch beklemmend okkult gefärbt frostig schwarze Untergangsstimmung verziert durch nihilistische Gedankenwelten, das Vergleiche mit CELTIC FROST ebenso wenig vermeidbar sind. Shouter Timo besitzt ein aggressiv zwischen Punk, heißerem Darkmetal- und klassischem Heavy Metal schwankend breit gefächertes Organ, das der Band neben ihrer frischen Gitarrenpower ein gewisses Maß Eigenständigkeit verleiht, das je länger das Ding sich im Player dreht, zunehmend mehr an Reiz gewinnt. Kein Wunder, wenn sich verstärkt CARNIVORE herauskristallisieren. „I Don't Mind“ erinnert im Songaubau sowie aufgrund seines auf höchstem Niveau verzweifelt klagenden Trauergesangs gar an die britische Düsterdoombrigade MY DYING BRIDE. Bei mystisch in Sakrale Regionen tauchender Unfreundlichkeit verheißend atmosphärischer Tiefenstreuung schält sich ein Hauch Schwedenfinsternis á lá KATATONIA heraus. Reichlich unorthodox definitiv nicht wirklich eines jeden Sache, rockt sich das Trio dank spitzer Ecken und Kanten, denen es weder an Schärfe noch ausreichend effektivem Abschreckungspotential für Feingeister mangelt, die als ganz dicker Pluspunkt zu werten sind, mit bewundernswerter Beharrlichkeit und Konstanz durch sein Material. Vieles mag sich wiederholen, wodurch einige Längen vorhanden sind. Immerhin besitzt der extrem bizarr ausgefallen effektiv dem Punk zusprechende Doomcocktail inklusive bedrückend unheilvoller Grabatmosphäre von CASKET OPEN besonderen Seltenheitswert. 8/10