WOLFHEART - Winterborn

VÖ: 30.01.2015
(Spinefarm Records)
Style: Melodic Death Metal
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WOLFHEART
Die Finnen haben WOLFHEART 2013 ins Leben gerufen und auch gleich im selben Jahr in Debüt als Eigenproduktion heraus gebracht, das nun mit Label im Rücken der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.
Das Album, ich sag es mal gleich vorweg, ist ein Brett, schon der Beginn von „The Hunt“ erweckt mit seiner sphärischen Atmosphäre Sehnsucht, diese bleiben auch bei den starken Melodien im Laufe des Songs weiter erhalten, doch auch in Sachen Death Metal ziehen die Finnen hier im Mid Tempo wahnsinnig stark vom Leder. Die Aggression wird in „Strength and Valour“ gesteigert, da hier das Tempo ordentlich forciert wird, jedoch lassen WOLFHEART die richtig geilen Melodien nicht außen vor, sondern platzieren sie genau an den Stellen, wo sie am besten wirken und somit erinnert man sich gerne an einen so stark aufgebauten Song. Sinnlich und mit Streichern eröffnet „Routa Pt.2“, das dann mit Mid Tempo und voll fettem Riffing anständig für Power sorgt, wobei die Gitarren so verdammt geil und hymnisch klingen. Immer wieder geht es in sanften Bereiche über, das Solo ist voller Melodie und auch wenn der Song sich „nur“ im Mid Tempo aufhält, er hat eine immense Kraft und Ausstrahlung. Würde man die Death Growls bei „Gale of Winter“ durch „normalen“ Gesang ersetzten, könnte man eine Nummer vor sich haben, die Sehnsucht, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit versprüht, es dann aber auch schafft, Wärme und Emotion in sich zu haben – und das im Death Metal Bereich, stark, sehr stark sag ich da nur. Das folgende „Whiteout“ könnte man als melancholischen Melodic Death / Doom bezeichnen, mal ist es erfrischend im Mid Tempo, dann man beklemmend im unteren Tempo Bereich und vor allem eins, immer fesselnd. Aus allem, was man bisher auf sich hat wirken lassen, wird man beim Start von „Ghosts of Karelia“ heraus gerissen, denn hier ballern die Finnen ein gnadenloses Brett aus der Anlage, dass Wucht und Aggression pur bietet, bevor sie wieder in ihr gewohntes Mid Tempo Terrain wechseln und dort mit der Double Bass ordentlich rumoren. Bei „I“ spielt sich wieder vieles nah am Doom ab, „Chasm“ hat wieder diese sanften Passagen in sich, die sich in weit öffnenden Melodic Death öffnen und „Breathe“ ist an Meancholie schlichtweg kaum zu übertreffen. Danach kommt mit „Isolation“ ein rein instrumentales Stück, das warm und gefühlvoll klingt, während es in „Into The Wind“ mitunter brutal wie Sau abgeht, aber keine Angst, auch hier schaffen es WOLFHEART locker, hymnische und melodische Passagen perfekt zu integrieren.
Das Debüt soll jetzt für jeden, der das Album noch nicht hat ein Vorgeschmack auf das neue Album sein und glaubt mir, bei Winterborn“ kriegt jeder Appetit auf mehr. 9,2 von 10 Punkten sind das ganz locker, ich hoffe, das neue Album wird auch so ein Brett.

