WOLF COUNSEL - Vol. I - Wolf Counsel

VÖ: 30.01.2015
(Counsel Records)
Style: Heavy / Doom Metal
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WOLF COUNSEL
Mit dem WOLF COUNSEL gibt eine erst frisch seit 2014 bestehende Doomcombo ihren Einstand. Musikalisch bewegt sich das WOLF COUNSEL zwischen 90er Jahre Düsterdoomfirmen der PARADISE LOST/MY DYING BRIDE-Schiene, SOLITUDE AETURNUS, klassischen Rock und 70er/80er Protodoomeinflüssen in Richtung BLACK SABBATH und Co., ein leichter Hauch Düsteratmosphäre in Hinblick auf die als Erfinder verzerrt bizarrer Düstersounds geltenden Schweizer Landsleute CELTIC FROST blitzt stellenweise sich mühelos ins Gesamtgeschehen einfügend, auf. Die vielschichtige Gesangsfacettierung von Sänger/Bassist Ralf Winzer Garcia ermöglicht gepflegte Wechsel zwischen diverser Stilrezeptur. Einzig das jämmerliche Hundegejaul als Einleitungs-Intro ergibt nicht wirklich irgend einen Sinn, die Band klingt bei weitem alles andere als derart abtörnend. Bestechen schon die zwei Düstermonolithen „Visions“ und „Battles“ durch ein ordentliches Maß kraftvoller Grundhärte, PARADISE LOST, SOLITUDE AETURNUS, MONSTER MAGNET, KYUSS , CELTIC FROST CATHEDRAL, REVEREND BIZARRE, SAINT VITUS, BLACK SABBATH und ähnlich gelagerte Acts geben sich nahtlos fließend ineinander übergehend munter die Klinke in die Hand - zieht sich dieser positive Eindruck von vorn bis hinten durch's gesamte Debüt. Mit „Seeking Myself to Live“ wird ein satt nach vorn rockendes Groovehämmerchen ausgepackt, „Now is Here“ erzeugt beklemmende CELTIC FROST-Atmosphäre, gepaart mit 90er-Düsterdoomanteil. WOLF COUNSEL spielen eine sauber dosierte Mischung schweren Heavy Dooms 70 versetzt mit locker servierten Stonerriffs und ein gering fügiger Anteil Sludge (zumindest hinsichtlich Atmosphäre). Dabei gelingt es der Band, den ihr eigenen Wiedererkennungswert jederzeit ins passende Verhältnis zum künstlerischen Anspruch zu setzen, ohne das es dauerhaft monoton wird. Dafür sorgen fließende Grooves, Rhythmus-, Tempo- und sphärische Stimmungswechsel. „Uneven Twins“ besitzt dominantes MONSTER MAGNET/KYUSS-Flair und rundet den Silberteller passend ab, womit Vol. I. verdient ausklingt.
Doomlunatics werden überrascht sein. "Vol. I." ist ein guter Einstieg, auf den sich bauen lässt! 8/10

