BLIND GUARDIAN - Beyond The Red Mirror

01 blindguardian

VÖ: 30.01.2015
(Nuclear Blast records)

Style: Progressive / Power / Epic Metal

Homepage:
BLIND GUARDIAN

Bei BLIND GUARDIAN ist man immer gespannt, was die Krefelder so als nächstes fabrizieren werden, dass sie immer öfter das Opulente und das Bombastische suchen, hat sich in den Jahren der Bandgeschichte immer wieder gezeigt, doch was sie hier vom Stapel lassen, das ist schon ein Hammer.
Der Opener und mit über neun Minuten längste Song der CD ist mit orchestralem Intro versehen, das absolut genial rüber kommt, die typischen BLIND GUARDIAN Melodien und die unverkennbare Stimme von Sänger Hansi Kürsch sind klar die Trademarks der Band, doch was sie hier an progressiven Einflüssen einfließen lassen, spottet jeder Beschreibung, das Stück kann man zig Mal gehört haben, man entdeckt immer wieder neue Feinheiten und auch wenn man das Stück x-Mal gehört hat, es verliert zu keiner Sekunde seinen Reiz. Die Single Auskopplung „Twilight of the Gods“ kennt jeder Fan bereits und das zeigt die Krefelder ein wenig auf der old school Street und vor allem mit dem Mix aus flotten und bombastischen Passagen haben BLIND GUARDIAN schon immer punkten können. Bei „Prophecies“ wird erst mal balladesk begonnen, der Song ist ein weiteres, sehr gut arrangiertes Stück, das klar zeigt, warum die Jungs einmalig sind. Das Riffing ist fordernd, melodisch und mitunter auch verspielt. „At the Edge of Time“ zeigt sich hymnisch, bombastisch und melodisch, das Stück fasziniert und das Solo ist herrlich. Mit „Ashes of Eternity“ kriegen wird in technischer Hinsicht einen Hammer vor den Latz geknallt, doch das sich weit öffnende, orchestrale Backing ist super stark und auch die etwas schnelleren Passagen sind wunderbar ineinander verstrickt. Zu meinem Favorit entpuppt sich „The Holy Grail“ eine bombastisch flotte Nummer mit genialer Gitarrenarbeit und donnernden Drums, das Stück hat sich von der ersten Sekunde an in meinen Schädel gebohrt. Auch „The Throne“ hat diese ausufernde, vertrackte und bombastische Art an sich, so dass man einfach an die Lautsprecher gefesselt ist, aber es nicht schafft, sofort alle raffinierten Strukturen zu erkennen. Wie eine breite Wand öffnet sich „Sacred Mind“ anfänglich für den Hörer, es ist zu Beginn melodisch und harmonisch, was dann zu absolut starkem Metal übergeht und dabei die Melodien immer als Begleiter hat. Erneut zeigen die Gitarristen Andrè Olbrich und Marcus Siepen, wo der Hammer hängt und auch das starke, vor allem flotte Drumming von Frederick Ehmke darf nicht unerwähnt bleiben. Eine Ballade darf nicht fehlen und die kommt nun in Form von „Miracle Machine“, das ist BLIND GUARDIAN wie man sie kennt und liebt. „Grand Parade“, besser hätte der finale Track nicht betitelt werden können, denn was hier an Melodie Bombast und Wucht rüber kommt, ist völlig genial und beschließt das wohl opulenteste, bombastischste und überzeugende Album der Krefelder. Ich hätte mir zwar einen flotten Hammer wie zu den „Somewhere....“ Zeiten gewünscht, aber das ist Nebensache. Fette 9,3 von 10 Punkten und den Daumen nach oben !!!

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