GREY SEASON - Septem


10 greyseason

VÖ: 31.10.2014
(Noizgate Records)

Style: Progressive Metal

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GREY SEASON

Es gibt Bands, die passen einfach in keine Schubladen und wollen es auch nicht, stattdessen werden Bausteine verschiedener Stilelemente zu einer eigenständig klingenden Melange zusammengefügt, um den Individualwert zu betonen. Das bereits 2013 veröffentlichte Debüt „Septem“ kommt via Noizegate Records zu neuen Ehren. Der jungen Band gelingt mit einem fesselnden Intro „Therion Part I: Seventh“ der gelungene Einstieg, spätestens bei „Therion Part II: Behold a Pale Horse“ tobt ein heftiger Deathmetalsturm in den Ohren, um postwendend die Temposchraube herunterfahrend ein ruhiges Piano bekommt seinen Einsatz. Zahlreiche Rhythmus-, Takt- und Stimmungswechsel sind teilweise noch ein wenig holprig arrangiert. Besonders hebt sich die Band durch ihre Launigkeit hervor, satten Hardcoreparts folgen Alternativepassagen, die mit klassischem Klavier, Mathcore und Doomelementen angereichert werden, siehe auch „Tartarus“ und „Dienchephalon“. Der Gesang wirkt noch nicht ganz ausgereift, daran gilt es künftig zu arbeiten. Immerhin verdeutlicht der Wechsel von Deathgrowls und Screams zum Klargesang das Bemühen um Abwechslung, wenngleich immer noch Freiraum zum Improvisieren bleibt. Kein schlechtes Debüt, aber ein ausbaufähiges. Progressive-Metalfans, die's gern anspruchsvoll komplex verschachtelt mögen, werden daran Gefallen finden, wer mit abgedreht experimentiellen Combos wie MESHUGGAH/BARONESS gar nichts anzufangen weiß, kann sich das Ding bewußt schenken. 7/10.