AUDREY HORNE - Pure heavy

VÖ: 29.09.2014
(Napalm Records)
Style: Hard Rock
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AUDREY HORNE
Album Nummer fünf der norwegischen Hardrockband AUDREY HORNE ist freigegeben zur Rezession. Mit „Wolf in my Heart“, „Holy Roller“, „Gravity“, und „Waiting For The Night“ wird gleich viermal astreiner Stadion(hard)rock mit unglaublichem Hymnenpotential ausgeschenkt. „Volcano Girl“, „Into the Wild“ und „Boy Wonder“ zeigen, das es auch möglich ist, dem Titel in Form klassischen Heavy Metals gerecht zu werden, dem es weder an satter Grooveryhthmik, fließender Melodien mit Ohrwurmfaktor, treibender Dynamik, geschweige traumhaften Leadsoli, mangelt, wobei Shouter Toschie's Organ bei lang gezogenen Passagen verstärkt in Bereiche von unschlagbaren Idolen wie OZZY OSBOURNE und (Ex-VAN HALEN-Stimmwunder) DAVID LEE ROTH heranreicht. Überhaupt erinnern viele Songs auf dem Album diesmal verstärkt an eine Mischung aus OZZY OSBOURNE in Kombination zu VAN HALEN-Einflüssen, wobei dies jedoch nur den äußeren Rahmen absteckt, denn in der Musik von AUDREY HORNE befindet sich weitaus mehr. Leider haben sich im ersten Teil auf Pure Heavy zwei Pferdefüße auf's Album geschlichen, die den Hörgenuss auch schon mal ein wenig trüben. Ersetzbare Nummern die durch gähnende Langeweile und Schmalz glänzen wie „Out of the City“ und das gelinde ausgedrückt ziemlich konstruiert durch halbgar verzerrte Hintergrundeffekthascherei völlig deplatziert wirkende „Tales from the Crypt“ gehören bei weitem nicht zu den Topergüssen der Band. Dennoch bin ich als AUDREY HORNE-Fan vom hier zu reviewenden Silberling (zumindest größtenteils) keineswegs wirklich enttäuscht. Das außergewöhnliche, von Flötenklängen begleitete Zwischenspiel in Form einer verträumten Ballade baut gelungener maßen die Brücke zur zweiten Hälfte in der qualitativ richtig hochwertiges Material enthalten ist, das alle von ihren Fans geschätzten Bandtrademarks beinhaltet. 8 von 10f ür ein weiteres (diesmal nicht ganz bis zum oberen Rand) eingeschenktes Füllhorn sahniger Melodien, catchy Refrains und mitreißender Grooves, dessen Inhalt bis auf die zwei in der Textmitte beschriebenen Pferdefüße ansonsten wie gewohnt restlos zu überzeugen weiß.

