MIDNIGHT TALES - 103 - Im Mauerwerk
VÖ: 04.04.25
(Contendo Media)
Homepage:
CONTENDO MEDIA
Klappentext:
Corinne Cordesky kann ihr Glück noch gar nicht richtig fassen! Sie hat überraschend ein Haus geerbt. Baufällig zwar und abgelegen auf dem Land, doch Corinne ist voller Tatendrang und zieht mit ihrer Katze Lucy ins neue Heim. Allerdings dauert es nicht lange, da fallen ihr im alten Gemäuer merkwürdige Dinge auf. Hat die Sache vielleicht doch einen unheimlichen Haken?
Sprecher:
Corinne Cordesky - Daniela Hoffmann
sowie - Christoph Piasecki, Dana Friedrich und Andrè Polis
Host – Peter Flechtner
Credits - Christian Büscher
Kritik:
Hui, ein Hörspiel, das polarisieren wird. Eine Geschichte, die 45 Minuten lang durch den Monolog mit einer Katze getragen wird? Klingt schräg und ist es auch. Auf der anderen Seite aber ist dies auch eine wirklich faszinierende Midnight Tales, denn die Art der Erzählung funktioniert auch noch ganz hervorragend. Natürlich benötigt man hier eine gehörige Portion, Dynamik, toll gesetzte Stimmungen und schicke Musikstücke, um zum großen Finale zu kommen, aber dieses meistert man fast mühelos. Und gerade diese Art der Umsetzung, das Präsentieren einer solchen Geschichte, fasziniert an dieser Folge am meisten. Natürlich ist auch eine tolle Sprecherin nötig, die man mit Daniela Hoffmann klasse besetzen konnte, um die endlosen Selbstgespräche und Unterhaltungen mit der mauzenden Lucy wiederzugeben. Vieles bewirkt recht naiv und blauäugig, als Corinne Hals über Kopf ihre Wohnung kündigt, Katze Lucy unter den Arm klemmt und in ein vererbtes Haus fährt, das sie noch nie vorher gesehen hat. Alles scheint heimelig, bis das Haus nach und nach sein dunkles Geheimnis offenbart und der Einzug zu einem Wahnsinnstrip wird.
Fazit: Ein geniales Sounddesign, das nahezu alle Monologe auf ein ganz anderes Level hebt, eine klasse Sprecherin und eine unheimliche Story, die lange mit dem ungreifbaren spielt, können letztendlich voll überzeugen. Ja, man muss sich auf die Art der minimalistischen Erzählung einlassen und Teile an Naivität ausklammern, am Ende aber hört man hier eine würdige Midnight Tales, die die Abwechslung der Reihe wieder einmal auf ein neues Level hebt. 7,5 von 10 Punkte.