SINCLAIR DEAD ZONE - 03 - Zorn

VÖ: 30.08.19
(Lübbe Audio)

Homepage:
JOHN SINCLAIR

Klapptext:

John Sinclair ist tot! – Detective Sergeant Zuko Gan hat mit seiner neuen Partnerin Detective Constable Sadako Shao die Ermittlungen aufgenommen – und stößt auf eine Mauer des Schweigens. Zur gleichen Zeit fordert die rätselhafte „Seuche“, die Menschen mit tödlichen Tumoren zeichnet, ihr nächstes Opfer…


Sprecher:

Sadako Shao – Stephanie Keller
Zuko San – Gerrit Schidt-Foß
Erzähler – Wolfgang Häntsch
Pamela Scott – Bianca Krahl
Sefaya Arun – Sarah Madeleine Tusk
James Powell – Peter Kaempfe
Bill Conolly – Robert Kotulla
Vincent Costigan – Johannes Steck
Nevison Briscot – Janis Zaurins
Ernest Beaufort – Peter Matic
Richard de Lucy – Dirk Petrick
Gregory Turbin – Oliver STrizel
Jennifer Ross – Kirstin Hesse
glenda Perkins – Lotta Doll
Eszter Bahvarty – Eva Michaelis
Sheila Conolly – Maria Koschny
Danger – Julian Hannes
Menace – Amir Yarahi
Oliver Meyers – Leonie Landa
Kimberley Scott – Anousha Faroukhmanesch
Caitlin – Alexander Lange
Minotauren – Leon Blaschke, Julian Greis
Mia – Minu Faroukhmanesch
Russel Lynch – Erik Schäffler
Zeugen – Volker Hanisch, Tim Kreuer
Constable Dwight – Frank Gustavus
Susan Waite – Daniele Hoffmann
Reporterin – Gerlinde Dilge

Kritik:

Runde 3 für Sinclair Deadzone. Die Handlung knüpft natürlich eng an Teil 2 „Strafe“ an und tröpfelt weiter sehr zäh und auf die Charaktere konzentriert vor sich hin. Dadurch erschafft man auch hier ein sehr intensives Ergebnis um die einzelnen Rollen, die sich menschlich immer weiter beim Hörer verankern können. Durch das entschleunigte Vorangehen entfalten die Hauptakteure weiterhin eine immense Tiefe. Die schleppende Erzählweise birgt den Nachteil, dass die vereinzelt eingestreuten mystischen Ereignisse leider nicht wirklich aus der Resthandlug heraus stechen. Stattdessen integrierensie sich jedoch äußerst homogen im zögerlichen Erzähltempo. Wirklich voran kommt man handlungstechnisch auch in „Zorn“ nicht. Dafür liefert man intensive Momente mit den Hauptrollen, die sich perfekt inszeniert aus dem Lautsprecher winden. Es ist erfrischend wie erwachsen, sprachgewandt und stimmig sich die Dialoge präsentieren. Die völlige Natürlichkeit der Gespräche besticht. Oft gewinnt man den Eindruck tief in einem vertonten Stephen King Buch zu verweilen. Ein Umstand der klar für Autor Dennis Ehrhardt spricht. Allerdings gibt es auch Momente in denen man die Handlung gerne etwas anschieben möchte. Ein echtes Fest sind die Sprecher. Diese geben ihre Dialoge so genial und stimmig wieder, dass man den Gesprächen zu keiner Zeit anmerkt, dass diese getrennt aufgezeichnet wurden. Auch die Charakterisierung der einzelnen Rollen kann aus jedem Satz entnommen werden. Man nimmt den Sprechern einfach jedes Wort ab. Toll. Sebastian Breidbach zaubert wieder eine famose düstere und beklemmende Stimmung auf das Geschehen. Intensiv kreierte Szenen, deren Lebhaftigkeit pure Realität vermitteln. Über der gesamten Handlung liegt von der ersten Sekunde an ein faszinierendes Flair an stimmungsvollen Effekten und düsterer Musik.
Fazit: Stimmungsvolle, düstere Erwachsenenunterhaltung perfekt in Szene gesetzt. Die unglaublich träge Handlung vermittelt zwar eine sehr tief gehende Intensität, liefert dadurch aber leider keine rasanten oder hoch spannenden Erzählminuten. Ein David Fincher Film für die Ohren, der weiterhin geheimnisvoll bleibt und vieles weiterhin nebulos verschweigt. Warten auf die nächste Folge ist also Pflicht. 8 von 10

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