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JOHN SINCLAIR CLASSICS - 36 - Die Rache der roten Hexe

VÖ: 28.06.19
(Lübbe Audio)

Homepage:
JOHN SINCLAIR

Klapptext:

„Hörst du die Schreie, Lucille?“ Die alte Dienerin Maddalena presste ihr Gesicht an die Scheibe und beobachtete den Fackelzug, der sich dem Haus näherte. Doch Lucille Latour hatte keine Angst vor dem Tod. Sie hatte sich auf diesen Tag vorbereitet – durch einen Pakt mit dem Teufel!


Sprecher:

John Sinclair – Dietmar Wunder
Erzählerin – Alexandra Lange
Jane Collins – Katy Karrenbauer
Ray Danton – Stefan Fredrich
Maddalena – Carmen-Maja Antoni
Marcel Lassalla - Sven Plate
Pierre Lassalle – K. Dieter Klebsch
Lucille Latour – Simona Pahl
Gustavo Domingo – Uli Krohm
Saccu – Walter Wigand
Wirt – Bert Fratzke
Jack Corbyn – Volker Hanisch
Lafayette – Janis Zaurins
Mrs. Mayfield – Ursula Sieg
Ansage – Jürgen Holdorf
sowie – Jenny Böttcher, Celine Fontagnes, Liza Ohm, Alexander Rieß

Kritik:

Ein alter Hexenfluch und die Jahrhunderte alte Rache erwarten uns in die „Die Rache der roten Hexe“. Die letzten Nachfahren, alles erfolgreiche, bornierte und sehr nervige Geschäftsleute, verschlägt es in ein altes Haus. Eine Einladung, die scheinbar niemand ausschlagen konnte. Nur Jane Collins Auftraggeber, dem all dies suspekt erscheint, besteht auf die Begleitung der hübschen Detektivin. Der banale Einstig in diese Folge erscheint altbekannt und hat einen langen Bart. Eine Hexe, aufgebrachte Dorfbewohner und ein Fluch auf dem Richtblock. Wir kennen all dies leider zur Genüge. Auch der spätere Aufenthalt im verfluchten Haus und das teilweise wirklich nervige Auftreten der Nachfahren tragen inhaltlich nicht unbedingt zu Freudenrufen bei. Auch die teilweise wirklich schlechten Dialogzeilen Jason Darks können selbst durch Nachbearbeitung nicht wirklich mit Ruhm protzen. Man bekommt mit der „Die Rache der roten Hexe“ also eher thrashige Grusel-Standart-Kost auf die Ohren gehauen, die immerhin schlussendlich durch die tolle Hörspielumsetzung kurzweilig unterhalten kann. Auffällig ist, dass man oft und gerne Audio-Schockmomente einbaut, die aus den alten Oliver Döring Tagen erscheinen. Auf schnelle Schnitte oder rasante Spannung muss man in der eher trägen Hexenmähr allerdings verzichten. Das audiovisuelle Design der Folge glänzt natürlich erwartungsgemäß. Dicht mit Geräuschen und Effekten gepflastert wartet man mit blitzsauberer, perfekter Produktion auf und ergänzt das Ganze mit dem stimmigen und vielfältigen Sinclair Soundtrack. Die Sprecher agieren gut, lediglich der in letzter Zeit omnipräsente Sven Plate mit seiner quäkigen, leiernden Jugendstimme mag nicht so ganz zu den ihm bestimmten Dialogzeilen passen und wirkt wenig glaubwürdig. Fazit: Ein sehr simple Durchschnittsgeschichte, die in Hörspielform immerhin das ein oder andere mal glänzen darf. Der Unterhaltungswert hält sich sicherlich in Grenzen, aber ein jeder, der die Sinclair Classics mit nach Hause bringt, sollte wissen, dass das alte Leben von John Sinclair nicht unbedingt vor Innovation und Spannung sprüht. Man bekommt also, was man erwartet. Kurzweilige thrashige Hörkost in perfekter Produktion gebettet, die für 64 Minuten das normale Leben kurzzeitig aussperren kann. 7 von 10 Punkte.

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