DEATHNOTE - 06 - Grauzone

VÖ: 30.11.18
(Lübbe Audio)

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LÜBBE AUDIO

Klapptext:

Nachdem Misa freiwillig ihr DEATH NOTE aufgegeben hat um Light zu beschützen, gehört es nun dem Geschäftsmann Kyosuke Higuchi. Dieser setzt es skrupellos zur Gewinnmaximierung seiner Firma ein, in dem er einen Konkurrenten nach dem anderen aus dem Weg räumt. Light, der inzwischen zu L‘s Ermittlerteam gehört, erkennt das Muster hinter den neuen Morden und gemeinsam machen sie sich daran Kysukes Firma zu infiltrieren.


Sprecher:

Light Yagami – David Turba
L Lawliet – Fabian Holwitz
Soichiro Yagami – Thomas Schmuckert
Misa Amane – Yesim Meisheit
Rem – Gabriele Blum
Tota Matsuda – Mario Hassert
Shuichi Aizawa – Simon Jäger
Mary „Wendy“ Kenwood – Tanja Geke
Kyosuke Higuchi – Oliver Bender
Kitamura – Jürgen Wolters
sowie – Sandrine Mittelstädt, Dela Dabulamanzi, Boris Laaser, Gregor Höppner, Viktor Neumann, Stephan Baumecker, Urs Remond

Kritik:

Diese Rezension umfasst die Folgen “04 Treuebeweis”, “05 Ausschlusskriteriim” und „06 Grauzone” da diese thematisch eng zusammenstehen und die eigentliche Inhaltsdichte der Manga-Vorlage eher dünn ist, macht eine kompakte Zusammenfassung der drei Folgen definitiv Sinn. Zur Handlung. Der Hauptverdächtige von Sonderermittler L, Light Yagami, wird ins Ermittlerteam berufen damit er sich im engeren Umfeld des Starermittler befindet, der hofft Light durch eine Unvorsichtigkeit auf die Spur zu kommen. Über den logischen Umstand dieser Aktion, dass ein Schüler mal eben in eine streng vertrauliche Sonderermittlung rutscht, hüllen wir an dieser Stelle einmal mit leichten Räuspern das Mäntelchen des Schweigens. Das Team wird aufgeschreckt nachdem augenscheinlich ein zweiter Kira die Bühne betritt, wahllos mordet und dabei stark von Lights Vorgehen abweicht. Ein zweites Deadbook (die müssen irgendwo in Massen alle so rumliegen) ist also im Umlauf. Buch No. 2 befindet sich in den Händen von Misa Amane, einem It Model und schmachtender Verehrerin von Light Yagami und seinem Tun. So tritt neben der neuen Hauptrolle auch gleich eine Neuer, dieses mal weiblicher Todesgott (Rem) auf den Plan. Diese klingt in ihrer Performance leider genauso gelangweilt wie Kollege Ryuk. Und wo wir gerade bei „leider“ sind: In den vorliegenden drei Folgen lauscht man nämlich über weite Strecken einem lahmen inhaltlichen Geplänkel. Light versucht L´s Befangen zu zerstreuen, nimmt Kontakt zu Misa auf, lernt diese kennen und geht eine unfreiwillige Bindung zu ihr ein, bis Misa schlussendlich ihrem Deadbook entsagt und dieses für den kriminellen Geschäftsmann Kyosuke Higuchi frei macht, der der nächste Besitzer des unheilvollen Buches wird. Bis dahin zu hören sind lahme Ermittlungen, schwärmerische Mädchenfantasien und für Europäer befremdliche Manga Sex Szenen mit bösem Entführer und leicht bekleideten, naiven Mädchen. Obwohl die Hörspiele alle knapp die 60 Minuten kratzen kommen einem die Folgen deutlich länger vor. Kunststück; es passiert ja auch kaum etwas. Banale Gespräche und schleppende Szenen sprechen nach wie vor nicht für diese Mini Serie. Schnellere Schnitte oder ein deutlicher „Weniger ist mehr“-Touch in den Dialogen hätten hier definitiv mehr Potential entfacht. Denn Spannung oder ein Anziehen der Story habe ich leider bis auf einige sehr wenige Szenen komplett vermisst. So hört man auch hier sehr oft dass es der Vorlage an stimmigen Dialogen fehlt, welche teilweise sehr kindlich und naiv daher kommen. Den größten Kritikpunkt finde ich aber (und wieder ein dickes LEIDER an dieser Stelle) bei den Sprechern. Selten hört man ein „Miteinander“ bei den Dialogen. Auch viele Nebenrollen (Polizei, Todesgötter und Geschäftsleute) klingen zu Tode gelangweilt und oft abgelesen. Es fehlt an stimmlicher Emotion. Gerade bei „L“ stört dies immens, denn die gähnend vorgebrachte Überheblichkeit, die mit monotoner, lebloser Stimme vorgetragen wird, passt einfach nicht zu einer Rolle, die über allen anderen steht. Musikalisch platziert man sich aber recht gut und man schafft es, Gefühlsregungen zu kreieren, zu denen diverse Sprecher scheinbar nicht in der Lage sind. Die Soundeffekte sind zwar stimmig aber doch sehr hintergründig platziert, verfehlen ihre Wirkung aber nicht.
Fazit: Irgendwie mag die Serie nicht wirklich zünden. Inhaltlich erscheint sehr viel völlig an den Haaren herbei gezogen und unglaubwürdig. Eine Schulromanze und komplett abstrakte Polizeiarbeit beherrschen die Grundstory. Es stören gekünstelte Charaktere und gelangweilte Todesgötter mit Stimmen aus dem Off. Ich vermisse packendes, Spannung, schnelle Schnitte oder ausgereifte stimmige Dialoge. Vor allem aber eine erdrückende Atmosphäre um dem Thema auch gerecht zu werden. So bleiben am Ende 6,5 , 6,5 und 7 Punkte für den zweiten Veröffentlichungszyklus.

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