GHOSTHEART NEBULA - Ascension


VÖ: 17.09.2021
(Black Lion Records)

Style: Doom-Death Metal

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GHOSTHEART NEBULA

Vermehrt in finnischen Doom Gewässern schippert der GHOSHEART NEBULA-Erstling, wobei es den Italienern gelingt, ebenso bedrückendes Doom-Death-Sphärenlevel wie gestandene Norweger-, Finnland- oder Schwedencombos zu erzeugen. Auch das atmosphärische Tiefenlevel von Acts wie den Pagan Blackened Metallern DRAUGNIM wird erreicht. Dass solche Alben mitunter in Langatmigkeit versinken,muss überzeugten Doomfanatics nicht erklärt werden, sondern versteht beinahe von selbst. Abgemischt von Aron Corti im StreetRecstudio in Albese con Cassano (Como), wurden die Aufnahmen von Øystein G. Brun (Borknagar) im Crosound Studio in Bergen (Norwegen) gemastert, dies nur am Rande.

Im Gegensatz zu Genreüblicher Kost, kommen sanfte Frauengesänge beim elfeinhalb minütigen Einstieg „Mira“ zum Vorschein, deren sanftes Timbre dem Stück eine völlig eigene Note verleiht, ehe der harrsche Deathmetalgrowl-Kontrast die Zeremonie der Gegenteile vollendet und das Stück schließlich sanft mit Pianoklängen ausklingt. Track 2 „Chrysalis“ schält sich schleichend bedrohlich von raumgreifend tonnenschweren Riff eingeleitet aus dem Äther. Das Stück wirkt wie eine Kombination von SWALLOW THE SUN, INSOMNIUM, EDGE OF SANITY und einem Hauch BORKNAGAR. „Hikikomori“ und „The Cage“ versprühen immens mystisch obskur geisterhafte Nebelatmosphäre. Allein der Anfang von letzterem die geflüsterte Botschaft, ein zunächst vordergründig, danach in den Hintergrund tretendes Piano, einsetzende Death Growls, beklemmend walzende Gitarrenriffs getränkt in Schwermütigkeit, spannende Tempowechsel verbundem mit stets zwischen Hoffnung und Trauer getränkter Melancholie, bauen bei "The Cage" einen geschlossenen, undurchdringbaren Käfig. Höhepunkt einer in sich kompakten Düster Melancholischen Doom-Death-Scheibe ziert das packende Schlußtriple „Ascension Part I - III  - Cosmic River, My Burial Dream, Nebula".  In vielschichtige Emotionen getränkt beginnt der  akustisch einleitende Teil I, gefolgt von verträumt in sich selbst versinkender Atmosphäre eintauchenden, die Brücke zu Teil I und III darstellende Teil II durch stimmungsvollen Pianopart sanfte Seelenwelten berührend, ehe diese in harrscher Zerstörung enden, um sich für Teil III nocheinmal druckvoll heavy einschließlich flotter Tempoforcierung bedrohlich aufbauend, majestätisch sakral zu enden.

Fazit: Starkes Debüt einer vielversprechenden Italiener-Doom-Death-Combo, die den besten Skandinavischen Acts durchaus das Wasser reichen kann.  8/10

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