Zur Zeit finden keine Konzerte statt. Sobald es auf den Brettern wieder rund geht, bekommt Ihr hier auch wieder die Informationen dazu.


OZ - Forced Commandments


VÖ: 22.05.2020
(Massacre Records)

Style: Heavy Metal

Homepage:
OZ

38 Jahre und kein bisschen leise, ist die skandinavische (einst in Finnland gegründete) Underground-Legende OZ ihrem Stil erwartungsgemäß treu geblieben, obwohl außer Schlagzeuger Mark Ruffneck kein anderes Original Bandmitglied mehr in Reihen von OZ verblieben ist. Hauten mich die beiden Vorgängeralben 'Burning Leather' (2011 noch mit Ape de Martini am Mikro) und 'Transition State' aus den Socken, bin ich ebenso vom nächsten Streich (Nummer 9) 'Forced Commandments' hin und weg. Es ist erstaunlich, über wieviel Potential dieses skandinavische Heavy Metal-Urgestein trotz diverser Line Up-Wechsel angeführt von Sänger Vince Kouvula selbst anno 2020 in Corona-Krisenzeiten verfügt.

Irgendwo in unmittelbarer Schnittmenge von ACCEPT, JUDAS PRIEST, skandinavischen Classic-Metal-Vibes und einem vielseitigen Spektrum traditioneller N.W.O.B.H.M.-Einflüsse trifft sich der Achttracker, dem drei sich nahtlos ins Gesamtbild fügende Bonustracks beigefügt wurden, weshalb es statt acht Songs insgesamt derer elf sind. Das angenehm warme den Songs jederzeit entgegenkommende Soundgewand ist viel wert, was den Stellenwert einer gehaltvollen Produktion umso mehr unterstreicht.

Griffige Refrains, ungewöhnlich hoher Hitfaktor zum Mitsingen, satte Riffkollagen, erlesene Filigran- Leadsoli, Hochtonklargesang mit leicht kehligem Unterton und spannender Songaufbau bilden die Grundlage eins vor griffiger Dynamik und Lebensfreude schier platzenden Silberlings.

Superbe Gastspiele u. a. beim SWORDBROTHERS und KEEP IT TRUE-Festival, wo OZ die Bühne geradezu bedrohlich ins Wackeln brachten, gut in Erinnerung, freue ich mich nun über „Forced Commandments“ umso mehr. Von Hithymnen wie, „Switchblade Alley“, „Revival“ oder „The Ritual“ kann ich nicht genug bekommen, selbst das außergewöhnlich Sci-Fi-spährenlastige „Spiders“ überzeugt und auch eine vor Emotionalität berstende Ballade wie „Long and Lonely Road“ fesselt ungemein, ehe „Liar“ auch mal zeitweise verstärkt heftig das Gaspedal durchtritt, was im Endeffekt genug über den Qualitätsgehalt dieses Silberdeckels aussagt.

Fazit: Traditions Metal in Reinkultur mit hohem Ohrwurmhit-Hymnenpotential, der im Handumdrehen süchtig macht! 8,7/10

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