ANGEL WITCH - Angel Of Light


VÖ: 01.11.2019
(Metal Blade/Sony Music)

Style: NWOBHM/Heavy Metal

Homepage:
ANGEL WITCH

Sieben Jahre sind seit 'As Above, So Below' vergangen. Eine meiner Lieblingsbands meldet sich nun mit neuem Album zurück. 'Angel Of Light' heißt der fünfte Streich von ANGEL WITCH. Setzt der fulminante Einstieg „Don't Turn Your Back“ mit quirliger Anfangsleadgitarrensequenz sogleich ein kräftiges Ausrufezeichen, setzen die ersten unwiderstehlich rasant fett galoppierend ins Ohr dringenden Riffkaskaden von „Death From Andromeda“ literweise Adrenalinschub frei. „Don't Turn Your Back“ als kraftvoller Einstieg, „Window of Despair“ das fast siebeneinhalb Minuten kribbelnde Gänsehaut Doom-Atmosphäre verbreitende „The Night is Calling“, oder das Titelstück „Angel of Light“ zeigen Parallelen zum richtungsweisenden Erstling 'Angel Witch' -   jenes vor 39 Jahren erschienene LP-Debüt, das (nicht nur aufgrund seiner Titelhymne)  zu Recht von treuer Anhängerschaft als unverzichtbarer N.W.O.B.H.M.-Kultklassiker gilt, wie man ihn auch in Bezug  auf Sänger/Gitarrist Kevin Heybourne dem einzigen verbliebenen Gründungsmitglied wahrlich kein zweites Mal schreibt. Anno 2019 bedarf es überhaupt erst gar keiner solchen Überhymne, um weiterhin unorthodox fesselnd und  originell zu bleiben, was ANGEL WITCH in der aktuellen Besetzung wiederholtermaßen bestens gelingt. - Wow!

Kevin Heybourne fesselt in gewohntem Stil mit gefühlvoll zwischen Trauer und Hoffnung klagender manchmal auch schon mal ein wenig leiser als sonst abgemischter Stimme, was allerdings kaum ins Gewicht fehlt, auch wenn Kritiker dies vielleicht anders sehen, unabhängig dessen: Der Name ANGEL WITCH bürgt stets für Qualität. Daran hat sich grundlegend nichts geändert. Allein der einzigartige Stil dieser für die Metalszene unentbehrlichen Combo hebt sich wohltuend aus der breiten Masse zahlreicher Acts auf dem klassischen Heavy Metal-Sektor heraus, was schon ein echtes Alleinstellungsmerkmal für sich ist.  Jimmy Martin kitzelt serienweise intensives Kribbeln auslösend tonnenschwere Killerriffs in Kombination zu packenden Leadsoli aus der Sechssaitigen heraus; der scharfe härter als bei den meisten traditionellen Heavy Metalbands klingende Gitarrendrive lässt weder Zweifel daran, noch macht dieses für ANGEL WITCH typische Erkennungsmerkmal Gefangene. Bassist Will Palmer bildet zusammen mit Schlagzeuger Fredrik Jansson-Punkka eine amtlich straight agierende Rhythmussektion, die ein dichtes Fundament legt. Das optisch fein gestaltete Inhalt und Titel gerecht werdende künstlerisch eindrucksvoll gestaltete Albumcoverartwork rundet 'Angel Of Light' sinngemäß gebührend ab.

Das hier ist waschechter Heavy Metal direkt von der Basis, Originalgetreu auf deutlich wieder erkennbare Weise des Öfteren mit leichtem Hauch von Hymnenflair verpackt. Noch ein gewichtiges Argument, warum ANGEL WITCH was auch Albumrelease Nummer fünf bestätigt, zu meinen ultimativen Lieblingsbands gehören, gibt das Schlußfazit unverblümt zu erkennen:

Intensiv leidenschaftlich mitreissender Oldschool-Metal in zeitgemäß fettem Raster plus fesselnder Dynamik inklusive Spannungsfaktor auf hohem Energielevel wovon restlos überzeugte N.W.O.B.H.M.-Anhänger zu denen auch der Verfasser dieser Zeilen zählt grundsätzlich nie genug bekommen. 8,5/10

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.