CHAOS MAGIC - Furyborn

07 Chaos Magic

VÖ: 14.06.19
(Frontiers Records / Soulfood)

Style: Symphonic Metal

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CHAOS MAGIC

Das erste Chaos Magic Album, welches noch von Timo Tolkki geschrieben und produziert wurde, ist ehrlich gesagt ziemlich an mir abgeperlt und schnell in Vergessenheit geraten.
Mit Album No. 2 "Furyborn" sieht die Sachen schon ganz anders aus. Ja, auch hier hat ein erfolgreicher Songwriter und Produzent (in diesem Fall Chilene Nasson) ein top Album um die adrette und stimmstarke Caterina Nix herum geschrieben. Echte eigene Akzente kann Frau Nix leider auch hier kaum liefern, was schade ist, denn nahezu alle Songs hätten auch auf Alben von Genregrößen sein können. Worin sie aber überzeugt, ist ihre sehr variable und kraftvolle Stimme mit der sie vielfach punktet. Um aber auf Nummer sicher zu gehen, versammelt man namhafte Szenegrößen als Gastsänger, welche zum Duett antreten um für bestmögliche Aufmerksamkeit in der Metalwelt zu sorgen. So füllen Namen wie Tom Englung (Evergrey), Ailyn (Ex Sirenia) oder Ronnie Romero (Rainbow ex, Lords of Black) das Booklet und sorgen für offene Ohren. Leider scheinen die Songs eher für die entsprechenden Gastsänger geschrieben und Fans der entsprechenden Lager anzusprechen als für Bandmittelpunkt Catharina Nix. So klingt zum Beispiel der Titeltrack "Furyborn" wenig überraschend stark nach Evergrey. Andere Songs lassen sich in diesem Fall ebenfalls auf ihre Gastsänger umlegen. Auch werden die Felder von neueren Delain oder Tarja Alben beackert . Weitere Bandvergeleiche, die mir hier in den Ohren klingeln, wären Elysion, Nemesea, Sirenia, ältere Lacuna Coil, Nuancen von Within Temptation oder Stream of Passion. Was also bieten Chaos Magic auf "Furyborn" an Eigenständigkeit oder bandbezogenen Wiedererkennungswert? Ehrliche Antwort. Gar nichts! Dazu sind die Songs einfach viel zu sehr auf Sicherheit geschrieben und zu sehr von anderen Szenegrößen beeinflusst, beziehungsweise mit diesen verknüpft. Neben kernig, erdig, groovenden Gitarren, die meist für den rhythmischen, kraftvollen Hintergrund sorgen, ist es also Catarina Nix, die dominant in den Vordergrund geschoben wird. Mal griffig und melodiös und mal schwermütig und leicht sperrig singt sie sich durch die verdammt abwechslungsreichen Songs. Fazit: Dass „Furyborn“ schlussendlich mit 8,5 von 10 Punkten die Arena verlässt, liegt definitv an einer blitzsauberen Gesangsleistung und den top produzierten Songs, die allerdings in vielen Bandvorgärten die Blumen klauen. In Gänze aber bekommt man ein schickes, ja eigentlich perfektes Symphonic Metal Album, das so wahrscheinlich die wenigsten auf der Liste hatten und welches deutlich und mit weitem Vorsprung aus der sonstigen Release-Masse heraussticht. Ein fader Beigeschmack aber bleibt, denkt man zum Beispiel an Beyond the Black, die ähnlich produziert werden. Denn ein wirklich eigenes Gesicht mit hohen Wiedererkennungswert besitzen Chaos Magic leider weiterhin nicht. Fans oben genannter Bands dürfen aber bedenkenlos zugreifen, denn „Furyborn“ ist ein echt starkes Album voll bärenstarker Stücke mit hohem Ohrwurmcharakter geworden.

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