MYSTIK - Mystik


VÖ: 17.05.2019
(I Hate)

Style: Heavy/Speed Metal

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MYSTIK

MYSTIK – so mancher mag hier an die tatsächlich wieder vereinigten US Power Metaller aus Clevelend (Ohio) denken, die zu Beginn mit ihren im Zeitraum von 1992 – 94 releasten Killerscheiben 'The Plot Sickens' (sehr geiler Tobak!) und 'Perpetual Being' zwei Granaten veröffentlichten, die heftig in der traditionellen Heavy Metalszene einschlugen. Wer sind nun diese MYSTIK bzw. was steckt hinter deren gleichnamigen Debüt?

Neues aus Schweden oder altbekannte Namen der Undergroundszene im neuen Stilkorsett? Was auch immer das nun bedeuten mag, die drei Damen mit männlicher Begleitung ziehen ihr geradlinig nach vorn gehendes zwischen AGENT STEEL, SATAN'S HOST und SAVAGE GRACE liegendes Heavy/Speedbrett herrlich kompromisslos durch, das neben unverblümt geradlinig voll auf's Geweih hauender Räudigkeit mit reichlich Kickass-Feeling und Finesse ausgestattet, keine Gefangenen macht. Druckvolle Gitarrenwände,donnernde Bassläufe, treibendes Powerdrumming, hymnenhafter Gesang... Alben wie dieses muss der auf Oldschool mucke regelrecht fliegende Schwermetall-Underground schlichtweg mögen.

Drummer Sven Nilsson u. a. bei der Traditionsmetalcombo MIDNIGHT STRANGER den Thrash Metallern von ANTICHRIST und den Death Metallern EVISCERATED die Klöppel schwingend und Bassistin Julia von Krustenstjerna (spätestens damit sollten bei SOURCE-Anhängerschaft mächtig die Alarmglocken klingeln!) kommt stimmlich in unmittelbare Nähe von Metal-Queen Doro Pesch in jüngeren Jahren mit einer dicken Brise der begnadeten (bedauerlicherweise nach nur einem Album aufgelösten) SATAN'S HOST und aktuellen MIDNIGHT DICE-Shouterin MANDY MARTILLO, deren kraftvoll voluminös ausdrucksstarkes Klarorgan deutlich den Ton vorgibt, wobei sie wichtige Schlagworte wie 'Fight, Souls, Hell, Spikes, Leather, Steel, Force' usw., (Hell Yeah, - das ist Musik in meinen Ohren!) mit solch intensiv an den Hörnern packend hingebungsvoller Leidenschaft hervorhebend betont, dass es siedend heiße Speed-Geschosse wie „Nightmares“ „Gallows Hill“, „Hellish Force“ oder „Bleed For The Night“ alle mit erlesenem Hymnenfaktor ausgestattet gehen mittels hochexplosiver Dynamik pausenlos nach vorne. „Lake of Necrosis“ bewegt sich zur Abwechslung schon mal im Tempo gedrosselten Bereich weibliche Background-Vocals inbegriffen wodurch das Stück noch mehr Würze erhält, ehe es aufeinmal verträumt melancholisch wird, bis die Speedkeule erneut gnadenlos zuschlägt. Die nicht immer auf's Gaspedal tretende Bandhymne „Mystik“ erweist sich als von der frühen 80er Phase der Hansepiraten RUNNING WILD beeinflusster Faustreißer. An wen das Outro erinnert, darüber darf sich jeder selbst den Kopf zerbrechen. Transparentsoundfetischisten haben vielleicht etwas am Produktionsraster herumzumäkeln, doch spätestens jetzt muss kräftig Veto eingelegt werden. Leute, - genau das ist es, was echten Heavy Metal (getreu der Devise no School is like Oldschool!) auszeichnet: Rotzräudig, ungeschliffen mit grobem Hobel kompromisslos auf die Glocke, melodisch hymnenhaft heroisch nach vorn. Musik zum Headbangen & Faustballen, die das Lebensgefühl von Rebellion und Freiheit in die Herzen der Fans tragend jeglichem Spießertum eine Absage erteilt. So mag ich meinen METAL! Abgerundet von einem schönen der alten Religion Tribut zollenden Coverartwork haben MYSTIK ihrem Namen getreu ein packendes oberamtlich fettes Debüt hingelegt.

Fazit: Exzellenter Schweden Heavy/Speed Metal mit kompromisslosem Arschtrittfeeling bis unter die Decke. - 100 % Oldschool as Fuck! 9/10

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