STEEL PROPHET - The God Machine


VÖ: 26.04.2019
(Rock of Angels Records)

Style: Hardrock/Heavy-Power Metal

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STEEL PROPHET

Wankelmütig waren STEEL PROPHET schon immer, sowohl was häufige Line Up-Wechsel als auch Albenqualität angelangt. Sicher waren darunter (die drei kultigen Underground-Demos aus den 80ern nicht zu vergessen!) in den Mid90ern bis zu Millenniumsbeginn fast ein halbes Dutzend feiner US-Metal-Perlen. Zunächst gab es mal wieder einige Umbesetzungen innerhalb der Kachinsky-Crew, Mythiasin (zum wiederholten Mal!) raus, MYSTIC PROPHECY/VALLEY'S EVE-Frontsänger R. D. Liapakis als Mikroschwinger mit rein ins Boot, dessen Organ den Stahlpropheten ein geradliniges größtenteils überhaupt nicht mehr progressivelastiges, dafür kraftvoll hochmelodisches Hardrock, Heavy und Powermetal-Raster drückt, das ihr nicht nur wohltut, darüber hinaus prima zu Gesicht steht.

Dafür spricht auch die Tatsache, das der „neue“ Frontmann maßgeblich am Songwriting beteiligt war. Inhaltlich überraschen STEEL PROPHET mit einer straight nach vorne gehenden Scheibe, deren erfrischender Drive-Dynamikfaktor fast 41 Minuten am Stück mitreisst. Das beginnt schon beim aussagekräftigen Eingangsdoppel „The God Machine“/“Crucify“, um das starke Level beinahe bis zum Schluß durchzuhalten. Als Höhepunkt entpuppt sich der Hardrocklastige Mittelteil einer faszinierend vielseitig dosierten Scheibe. „Dark Mask“ „Soulhunter“ und der halbballadeske Gourmethappen „Buried and Broken“ greifen unwiderstehlich in die klassische Hardrockschublade – AXEL RUDI PELL/ WHITESNAKE/ JORN LANDE lassen deutlich grüßen, „Damnation Calling“ fährt deutlich sich an den Heavy Metal-Urväter BLACK SABBATH orientierende Grundzüge. Das sie ihre Progressiven Powermetalwurzeln nicht ganz verloren haben, zeigt sich an „Fight, Kill“. „Live = Love = God Machine“ besitzt gar den kernigen Drive der letzten URIAH HEEP-Alben, „Lucifer/The Devil Inside“ überzeugt durch packende Rhythmustempo-Wechsel und tolle Spannungsbögen, wobei Chris Liapakis-Gesang zeitweise von Chören unterstützt effektive Breitenwirkung erzielt.

Fazit: Druckvoll vielseitiger gut ausbalancierter Heavy/Powermetal mit einigen Hardrock-Komponenten, der belegt, das auch eine von diversen Line Up-Wechseln durchgeschüttelte Band wie STEEL PROPHET äußerst wandlungsfähig und darüber hinaus recht erfolgreich sein kann. Toll! 8,5/10

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