VÖ: 23.06.17
(Contendo Media / Audionarchie)

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CONTENDO MEDIA

Klapptext:

Höchste Geheimdienstkreise arbeiten am „Projekt Dury“, doch die Ergebnisse lösen bei den Verantwortlichen Unbehagen aus. Denn das, was aus der Bestien-DNA erschaffen wurde, scheint nur schwer kontrollierbar zu sein. Als der unsichtbare Killer durch einen Verrat befreit wird, versetzt er die britische Hauptstadt in Angst und Schrecken. Der Profiler Dave Donovan muss sich erneut seinem schlimmsten Alptraum stellen. Zusammen mit Caren Fellows, einer Agentin des MI-6, folgt er der Spur des Blutes, bei der die Jäger bald zu Gejagten werden.

Sprecher:

Dave Donovan – Mark Bremer
Blutbestie – Steve Dury
Caren Fellows – Anke Reitzenstein
Alex Bancroft – Peter Lontzek
Sir Thomas Wallace – Rüdiger Schulzki
Agent McCracken – Sven Plate
Agent Sykes – Rainer Fritzsche
Agent Huntington – Otto Strecker
Agent Baldwin – Christopher Walter
Agent Garfield – Christian Zeiger
Daisy – Luisa Wietzorek
Robbie – Lutz Riedel

Kritik:

Sie ist doch einfach nicht klein zu kriegen, die Blutbestie. Im nunmehr bereits dritten Teil um den unsichtbaren Grunzer legt man das Monster in die Hände des Geheimdienstes. Geklont aus der Asche, zu der man das Monster in „Die Rückkehr der Blutbestie“ verbrutzelte, steht der fast unbesiegbare Killer somit ganz oben auf der Liste des Geheimdienstes, um diesen kontrolliert gegen Feinde zu hetzen. Das dies natürlich gehörig schief geht dürften kundige Gruselhörer bereits jetzt schon erahnen. Das Vieh ist wieder frei und so eilt Dauerretter Dave Donovan zu seinem bereits 3. Einsatz. Dass dieser allerdings Ziel eines Komplotts ist, macht die Story ein wenig haarsträubend und die damit verbundenen Beweggründe doch sehr unglaubwürdig. Aber gut, wir haben hier ja schließlich keine große Literatur als Vorlage. Groschengrusel at it‘s best dürfte also als Aufhänger für diese Folge gelten. Die Produktion überzeugt mit satten realistischen Effekten und vielfältigen Szenendesign. Musikalisch ambitioniert mit vielen sehr atmosphärischen Einspielungen gibt man sich in dieser Co-Produktion keinerlei Blöße was die technische Seite betrifft. Auch die Sprecher können hier überzeugen. Lediglich die ein oder andere unglückliche Textzeile lässt die Mimen das ein oder andere Mal ein wenig schwanken. Dies ist aber nicht den Sprechern anzukreiden sondern dem Dialogbuch. Und so kommen wir auf der Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen zum einzigen Kritikpunkt dieser Folge. Bedenkt man, dass man mit Markus Duschek jemanden an Board hat, der den angestaubten Schreibstil einer 70´er Jahre Vorlage quasi auf heutige Standards portieren sollte, finde ich das Ergebnis nicht gänzlich gelungen. So hat sich der ein oder andere komplett trashige Dialog seinen Weg in dieses Hörspiel eingeschlichen, der durchaus vermeidbar gewesen wäre.

Fazit: Ein Biest, das einfach nicht totzukriegen ist. Eine dynamische Handlung und eine Top Produktion wuppen diese Folge trotz Dialogschwächen auf 8 von 10 Punkte.