METAL BELLS 2004 - Lauda-Gerlachsheim, Stadthalle


Image

Bands: MAJESTY, FINAL BREATH, EDGE OF THORNS, THE MYSTERY, MYSTIC-MESSIAH
Festival vom 25.12.04

Homepages:
www.majesty-metal.de
www.finalbreath.de
www.edgeofthorns.de
www.the-mystery.de
www.paforce.de/mysticmessiah

Weihnachten vorm Tannenbaum, wie die letzten Jahrzehnte auch? – Geschenkt!

Also ab ins baden-württembergische Taubertal in die Underground-Festival Hochburg zum 2. Metal Bells nach Lauda und der Einladung vom Veranstalter Tarek (MS) Maghary (voc. Majesty u. Veranstalter des Keep it True Festivals) gefolgt.

Diesmal rechtzeitig vor Ort und erstmal Kontaktpflege betrieben. So lernte ich im Vorfeld der Veranstaltung die Bandmembers von The Mystery und Forsaken endlich mal persönlich kennen. Mit der Kontaktpflege zu den überaus freundlichen Jungs von Majesty kam es dann endlich auch mal zum persönlichen Aufeinandertreffen mit dem Fanclubleiter Micha Reis von den Majestic Metalheads. So jetzt aber zum wesentlichen.

Den Bandreigen des Festivals eröffneten die in der Region ansässigen Mystic-Messiah, ehemals Scarcrow, eine vom optischen gerade mal als Schülerband durchgehende Metalformation, um 19.35 Uhr das Festival. Vor ca. 30 Leutchen starteten sie mit einer Mischung aus Heavy- und Powermetal, ohne Soundcheck und bei breiigem Sound. Kam nach den ersten eigenen Songs noch nicht so richtig Stimmung auf und die meisten schauten sich gelangweilt an, hörte die Band nach dem dritten Song auf zu spielen. Als dann Leadgitarrist und Sänger Bernd mit seiner Klampfe wieder am Bühnerand erschien und unter der Ankündigung mal richtige Metalsoli zu spielen, sah man doch einige schmunzelnde Gesichter im Publikum.  Als der Jüngling dann mit klassischen Riffs loslegte, schien es dem ein oder anderen doch zu gefallen und er bekam reichlich Applaus. Diesen kostete er aber zu Lasten der Setlist etwas zu lange aus und wollte gar nicht mehr aufhören zu spielen. Die Jungs gaben dann noch einige ihrer Songs, bei jetzt besserem Sound zum Besten, wobei für mich Drummer Kai hervorstach und wurden von den jetzt ca. 60 Anwesenden mit mehr als nur Höflichkeitsapplaus verabschiedet. 
 
Mit The Mystery folgte nach kurzer Umbaupause um 20.35 Uhr für mich eine Band, wegen der ich u. a. eigentlich zu dem Festival angereist war. Haben mich die beiden ersten Alben der Melodic Powermetal Band um Frontfrau Denise schon überzeugt, wollte ich mir den westfälischen 4er auch einmal Live geben. Ebenfalls ohne Soundcheck, aber mit wesentlichem besseren Sound ausgestattet, überzeugte mich die Band, trotz der mit einer Erkältung angereisten Sängerin. Mit professionellem Stageacting und musikalisch bestens aufeinander eingespielt, lockte man die ersten Banger vor die Bühne. The Mystery nutzen ihren Auftritt, um bei den Anwesenden jetzt knapp 80 Leutchen einen nachhaltig  positiven Eindruck zu hinterlassen. Sie packten das volle Brett aus und präsentierten in den 40 Minuten Spielzeit auch gleich mal neue Songs vom im Frühjahr 2005 erscheinenden neuen Longplayer „Scars“. Wirklich schade, dass nicht mehr an diesem Abend diesen Auftritt miterlebt haben, der auch ein wenig mehr Bühnenlicht verdient hätte. Schon allein deswegen, um die einzige und dazu auch noch gut aussehende Frau des Billings etwas hervorzuheben. Aber auch die wenigen Anwesenden teilten meine Meinung, forderten und bekamen die erste Zugabe an diesem Abend. Überzeugender Auftritt. Nur wie hört sich die junge Dame erst mit voller Stimme an?
 
In der jetzt wieder folgenden kurzen Umbaupause lugte ich gelegentlich schon mal auf die Bühne, da dort mystische, kerzenbestückte Drachenköpfe aufgebaut wurden.
Als dann um 21.30 Uhr die mir bis dto. unbekannte Formation Edge of Thorns die Bühnenbretter erklomm und loslegte, wusste ich was es mit der Deko auf sich hatte. Der 5er aus dem Bereich Bittburg/Trier gab Melodic Powermetal in Reinkultur zum Besten. Doppelläufige Gitarren, mehrstimmige Chöre und einem Frontmann, der mit seiner variablen und teilweise düsteren Stimme ab und an Peavy Wagner von Rage erinnerte. Schade nur, dass die Band den schlechtesten Sound des Abends erwischt hatte. So konnte man nur erahnen, wie Frontröhre Duke auch in den höheren Passagen rüberkommt.  Trotzdem überzeugte mich und wiederum viele der jetzt über 100 Anwesenden das Songmaterial. Eingängige Songs, fette Chöre, geiles Riffing, gelegentlicher Doublebass und dezentes Keyboard im Hintergrund. Das Ganze jetzt von etwas mehr Licht und einigem Nebel umgeben. Die Jungs haben mir echt Spaß gemacht und sie hatten den wohl auch, wie ich später noch Backstage erfahren konnte. Geiler Metal und Auftritt.
 
22.45 Uhr. Zeit für die sogenannten Exoten des Billings. Frontbrüller „Eumel“ von Final Breath gab das Thema des Sets „Death, Thrash, Chaos“ gleich mal den jetzt mittlerweile über 200 Leutchen bekannt. Die Death-Ecke ist zwar nicht meine Baustelle, aber die Band weiß zu überzeugen. Zwar gab’s schon beim erstem Song Probleme mit dem Bass, wodurch Basser Dominik gezwungen war auf das altbewährte Kabel auszuweichen, was aber gekonnt überspielt wurde. „Eumel“ erweist sich als ruhelose Frontsau, der grunzend und ins Mikro kreischend über die Bühne springt. Die Gitarrenfraktion fegte einem gekonnt und bei gutem Sound die Gehörgänge frei. Man merkte deutlich, dass die Jungs schon einiges an Live-Erfahrung auf dem Buckel haben. Offensichtlich hatte man neben einer gehörigen Fanschar, die vor der Bühne kräftig ihre Matten schüttelten, auch einen eigenen Mixer mitgebracht. Auch der Lightjockey legte jetzt mal einen Zahn zu und ließ die Band gegenüber ihren Vorgängern in einem ganz anderen Licht erscheinen. Nach gut einer Stunde war der Spuk zu Ende. Die „treuen“ Metaller freute es und die „Deather“ hätten garantiert noch mehr davon gehabt. Mein Eindruck: Auch Final Breath haben mich überzeugt.
 
So, jetzt war es Zeit für den unfreiwilligen Headliner des Abends. Nach diversen Absagen und überzogenen Gagenforderungen übernahmen Tarek’s Majesty die ehrenvolle Aufgabe dem Publikum an diesem Abend den Rest zu geben. Um genau 0.00 Uhr wollten die Mannen die Bühne erstürmen, wobei man feststellte, dass Tarek’s Mikro nicht da war. Während das Intro schon lief fand es sich jedoch neben seinem Monitor liegend ein. Mit einer lauten Pyro-Eröffnung mit „Hallo wach“-Effekt legten Majesty los. Der Grossteil der jetzt nicht mehr ganz so vollen Halle incl. der Majestic Metalheads hatte sich direkt vor die Bühne begeben und feierte ihre True Metal Helden ab. Ein „Best Of „der noch nicht all zu langen Bandgeschichte, wurde auch an diesem Abend zum Besten gegeben. Mit „Troopers“ of Steele“ und „Heroes“ gab es erstmal zwei Songs, die live zum Besten gegeben wurden. Selbst ein Defekt der Rhythmusgitarre bei „Epic War“ hinderte nicht am Spaß auf der Bühne, der Rolf Munkes an der Leadgitarre sichtlich anzumerken war. Tarek war wieder gut bei Stimme, heizte mit gewohnten, teilweise klischeehaften Ansagen, zusätzlich noch ein und ehrte in der Zugabe mit nicht mehr ganz so stimmgewaltigem Organ seinen treuen „Metalheads FC“ mit dem Song „Metal to the Metalheads“.

Mein Fazit lautet ganz eindeutig: Mehr solcher Festivals!
Es dürfte ja jetzt mittlerweile hinlänglich bekannt sein, dass ich ein Faible für den Underground habe. Dieser wurde an dem heutigen Abend wieder bestens bedient.
Für 6 € Eintritt fünf Bands, reichlich gute Unterhaltung, zivile Getränkepreise (2 € für 0,4 l Bier bis Cola, 1,50 € für ein gut belegtes Baguette Brötchen), eine freundliche Festivalmannschaft hinter und vor den Tresen incl. Security, gute Organisation und fanfreundlichen Bands, was will man mehr.

Danke für dieses tolle Weihnachtsgeschenk an alle Akteure!
 
Setlists:

Mystic Messiah:
Call of Ictala
Your Cry
The Last
Guitar Solo
F.W.T.B.T.
Peace of Mind
In the Battle

The Mystery:
Vengeance is mine
Fading away
1.000.000 Light Years away
Another Day in Hell
Restless Heart
Facing the Storm
Hells Gate
Schizophrenia

Revenge
Tell me wether

Edge of Thorns:
Hungry Eyes
Beyond Horizons
Eagles
Riders of the Storm
Lost
Pain
Revelation
Turning Wheels
Dark Magician
Rainbow

Final Breath:
Intro
Strong Pain
Eyes of Horror
Exposed to Hatred
Greed for Revenge
Let me be your Tank
Under Pressure
Mind Explosion
Sociopathically Insane
Break Down
Empty Eyes
To Live and to Die

Law of Nature
Bemoaned Animostity

Majesty:
Intro
Reign in Glory
Hail to Majesty
Heavy metal Battlecry
Into the Stadiums
Troopers of Steele
Epic War
Lord of the Damned
Metal Law
Heroes
Sword & Sorcery
Fields of War

Son of Metal
Medley: Keep it True & Metal to the Metalheads

Foto © 2004 by: Mike Langer

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.